Apple, Amazon und Co.: Anleger sollten sich an Nokia und Blackberry erinnern
Damals disruptiv, heute veraltet - Veränderungen im Kernmarkt treffen Unternehmen oft überraschend.
Foto: APFrankfurt. Beinahe übermächtig erscheinen die großen Tech-Titel wie Apple, Amazon und Alphabet. Sie bewegen ganze Aktienindizes wie den S&P 500 in den USA. Sie sind nach Kurseinbrüchen immer wieder zurückgekommen und haben sich auch in Krisenzeiten gut gehalten.
Sie generieren enorme Cashflows und beherrschen ihre Märkte oder zumindest wesentliche Teile davon. Aber zu viel Erfolg kann auch gefährlich sein und die Firmen zu selbstsicher und ihre Aktionäre zu unkritisch machen. In der Börsenhistorie gab es immer wieder gefallene Boom-Aktien aus dem Technologiebereich, wie Nokia oder Blackberry.
Diese beiden Namen sind beispielhaft: Sie haben noch einen großen Klang, aber der ist das Echo der Vergangenheit. Was können Anleger daraus lernen? Wann sind innovative Tech-Titel anfällig für den Niedergang? Auf welche Signale soll man achten?
Und vor allem: Was sind Anzeichen dafür, dass ein Unternehmen gute Chancen hat, dem Schicksal der Absteiger zu entgehen?
Technologie-Stars Nokia und Blackberry haben Trend zum Smartphone verpasst
Der Blick in die Geschichte hilft. Ende der 1990er-Jahre erreichte der finnische Konzern Nokia seinen wirtschaftlichen Höhepunkt. Im Jahr 1998 verkaufte er rund 40 Millionen Mobiltelefone weltweit und überholte damit den Konkurrenten Motorola.