Asset-Management: So viel verdienen die profitabelsten Vermögensverwalter
Privatanleger bezahlen für Aktienfonds oft bis zu zwei Prozent Jahresgebühr. Etwa die Hälfte davon bleibt im Schnitt bei der Bank, die das Produkt vertreibt.
Foto: Marc-Steffen UngerFrankfurt. Den Geldverwaltern geht es hervorragend. Ihr Geschäft ist höchst rentabel, wie exklusive Zahlen zeigen, die dem Handelsblatt vorliegen. Die Branche profitiert außerordentlich vom scheinbar unendlichen Börsenboom und hohen Margen für das verwaltete Kapital. Tatsächlich gibt es nur ein lukrativeres Geschäftsmodell, und das heißt Immobilien. Allerdings: Einer breiteren Öffentlichkeit ist das praktisch unbekannt.
Wichtige Erfolgsmesslatte ist die Gewinnmarge, das heißt Einnahmen abzüglich der operativen Kosten im Verhältnis zu den Einnahmen. In Europa ist das Immobiliengeschäft unschlagbar. Es steht mit 45 Prozent an der Spitze. „Auf Platz zwei folgt bereits Asset-Management mit 30 Prozent“, sagt Gaston Michel, Vorstand beim Vermögensverwalter Source for Alpha.
Er errechnete die Daten für das Handelsblatt. Basis der Kalkulationen sind die im Stoxx Europe 600 enthaltenen Unternehmen. Branchenzugehörigkeit und die Firmenangaben basieren auf Daten des Informationsdienstleisters Refinitiv. Um jährliche Ausreißer zu glätten, verwendete Michel Fünfjahresdurchschnitte. Er stellte zusätzlich die Margen für die im Index enthaltenen Geldverwalter zusammen, verwendete dazu die Angaben des letzten Geschäftsjahres.