Fondsmanager-Umfrage: Europäische Aktien sinken in der Gunst der Investoren
Die Aktienmärkte steigen, aber Investoren sind alles andere als bullish.
Foto: dpaFrankfurt. Der Dax nähert sich der Marke von 16.000 Punkten, und auch der Euro-Zonen-Leitindex Euro Stoxx 50 ist weiter im Höhenflug. Beide Indizes notieren nur noch wenige Prozent unter ihren vor knapp anderthalb Jahren markierten Allzeithochs. Dennoch werden internationale Portfoliomanagerinnen und Portfoliomanager jetzt auch mit Blick auf europäische Aktien vorsichtig.
Das ist ein Ergebnis der viel beachteten monatlichen Umfrage der Bank of America (BofA) unter regelmäßig mehr als 200 institutionellen Investoren bei Fonds, Vermögensverwaltern, Banken und Hedgefonds. Demnach hielt Anfang bis Mitte April unter dem Strich nur ein Prozent der Befragten mehr Aktien aus der Euro-Zone, als es Vergleichsindizes für ihre Portfolios vorgaben. Im März waren noch 19 Prozent der Investoren in Aktien der Euro-Zone übergewichtet.
Damit waren Aktien der Euro-Zone zwar immer noch beliebter als US-Aktien, dennoch zogen Investoren auch aus Europa massiv Gelder ab. In US-Aktien waren im April noch netto 34 Prozent der Investoren untergewichtet. Im März hatten sogar 44 Prozent der Investoren weniger US-Aktien gehalten als üblich und damit so viele wie zuletzt vor fast zwei Jahrzehnten.