Online-Brokerage: Geringe Sparraten, niedrige Preise: Wie Investmentmuffel zu Aktienanlegern werden sollen
Immer mehr Privatanleger interessieren sich für die Börse.
Foto: Moment/Getty ImagesFrankfurt. Während der Coronakrise haben viele Privatanleger ihr Interesse für die Börse entdeckt. Das wollen Direktbanken und Online-Broker für sich nutzen. Mit immer neuen Angeboten werben sie vor allem um jüngere Kunden. Damit wollen sie auch den Billig-Brokern, die seit einiger Zeit auf den Markt drängen, etwas entgegensetzen.
Besonders auffällig ist das Marketing der Direktbank ING. Sie hat nicht nur das Angebot an kostenlosen Fondssparplänen ausgeweitet. Seit Kurzem bietet das Institut auch Wertpapier-Sparpläne mit einer Mindestsparrate von nur einem Euro an. Üblich sind Sparraten ab 25 Euro.
Aber auch die anderen großen Anbieter buhlen um Kunden: Die zur BNP Paribas gehörende Consorsbank lässt Anleger zwischen 18 und 25 Jahren derzeit kostenlos Wertpapiere handeln. Und der Online-Broker FlatexDegiro bringt Ende November eine einfach gehaltene App unter dem Namen „Flatex Next“ auf den Markt, um Neukunden den Einstieg in den Wertpapierhandel zu erleichtern.
Warum all das Bemühen um die Kunden? Auch wenn sich das Geschäft für viele Anbieter in diesem Jahr positiv entwickelt hat, bleibt der Wettbewerb hart.