Serie Anlegen 2021 – Teil 13: Anlegerfehler: Wie sich typische Fehler bei der Geldanlage vermeiden lassen
Kein Anleger ist an der Börse vor Fehlern gefeit.
Foto: dpaFrankfurt. Wer an der Börse handelt, ärgert sich manchmal im Nachhinein über seine Anlageentscheidungen. Die meisten Menschen agieren nicht rational, sondern lassen sich oft von Gefühlen leiten. Untersuchungen zum Anlegerverhalten zeigen, dass dies nicht nur ein Problem von Börsenneulingen ist, sondern auch erfahrenere Investoren trifft. Hier ein Überblick über häufige Fehler:
1. Fehler: Risiken überschätzen
Viele Menschen überschätzen die Kursrisiken von Aktien und unterschätzen die Inflationsrisiken von Zinsanlagen. Auch wenn sich 2020 offenbar viele Deutsche erstmals an die Börse gewagt haben, so liegt nach wie vor ein großer Teil des Vermögens der Bundesbürger auf Bankkonten oder ist in Anleihen investiert.
Ein Grund dafür ist, dass zahlreiche Privatanleger schlechte Erfahrungen gemacht haben, etwa in der Finanzkrise 2008. Wer selbst von Kursrücksetzern betroffen war oder häufig in den Medien darüber gelesen hat, dem erscheint das Risiko einer Aktienanlage oft zu hoch.
Dass dies zu schlechten Entscheidungen führen kann, zeigt Olaf Stotz, Professor an der Frankfurt School of Finance & Management, am Beispiel des US-Finanzmarkts. Für Aktien und Staatsanleihen hat er jeweils 30-jährige Sparpläne mit einer monatlichen Sparrate von 100 Dollajr simuliert, die in den letzten 150 Jahren möglich gewesen wären.