Studie: Warum Anleger mit geringeren Renditen bei Immobilienfonds rechnen müssen
Immobilien und Immobilienfonds gelten oft als besonders robust.
Foto: IMAGO/Jochen EckelFrankfurt. Das laufende Jahr birgt auch für Immobilien und Immobilienfonds größere Risiken – auch wenn diese Anlagebereiche oft als besonders robust gelten. „Die Fondsrenditen werden eher geringer ausfallen und im Schnitt zwischen zwei und zweieinhalb Prozent liegen“, prognostiziert Sonja Knorr von Scope Fund Analysis in einer Studie, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.
Zum Vergleich: Die Jahresergebnisse lagen in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts zwischen 2,4 und 3,2 Prozent, in den beiden vergangenen Jahren jeweils bei 2,6 Prozent. Im vorliegenden Report wurden 27 offene Immobilienfonds für Privatanleger mit einem Kapital von mehr als 120 Milliarden Euro erfasst.
Verantwortlich für die eher zurückhaltende Prognose sind viele Unsicherheitsfaktoren. Knorr nennt einige Beispiele: Die Zinsen sind gestiegen, die Inflation ist hoch, es gibt kaum noch Transaktionen, die Nutzer wollen nachhaltigere Gebäude und weniger Büroflächen.
Die konkrete Prognose basiert auf den Schätzungen für die wichtigsten drei Komponenten der Fonds-Wertentwicklung. Das ist zunächst die Netto-Mietrendite, das heißt die Brutto-Mietrendite abzüglich des Bewirtschaftungsaufwands im Verhältnis zum Immobilienvermögen.