USA: Staatsanwaltschaft leitet Untersuchung gegen Konzern von Carl Icahn ein
Der aktivistische Investor gilt als einer der einflussreichsten Männer der Wall Street.
Foto: BloombergDüsseldorf. In den USA haben Bundesstaatsanwälte eine Untersuchung gegen Icahn Enterprises gestartet. Das gab der Konzern des Star-Investoren Carl Icahn am Mittwoch bekannt. Die Aktie verlor daraufhin in New York bis zu 21 Prozent und schloss mit einem Minus von 15 Prozent.
Auslöser für die Untersuchung ist ein Report des Shortsellers Hindenburg Research, der Icahn – einem der einflussreichsten Investoren an der Wall Street – vorwirft, die Vermögenswerte des Unternehmens aufzublähen, und dann die überbewerteten Aktien als Sicherheit für Kredite hinterlegt zu haben. Hindenburg setzt deshalb auf fallende Aktienkurse.
Icahn weißt die Vorwürfe zurück. In einer ebenfalls am Mittwoch veröffentlichten Erwiderung auf den von Hindenburg-Gründer Nathan Anderson verfassten Report erklärt der 87-Jährige: „Die Vorgehensweise von Herrn Anderson ist es, Fehlinformationen zu lancieren, um das Image von Unternehmen zu verzerren, ihren Ruf zu schädigen und die hart verdienten Ersparnisse der Anleger zu vernichten.“ Dem werden man nicht tatenlos zusehen. „Wir beabsichtigen alle Schritte zu unternehmen, um unsere Anteilseigner zu schützen und uns zu wehren“, sagte Icahn.