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BankenChina will Finanzsektor stärken – Kleine Institute mit hohen Risiken im Visier

Die chinesische Zentralbank plant Regulierungsreformen bei kleinen und mittleren Finanzinstituten. Laut Forderung der Bafin muss sie außerdem mehr gegen Geldwäsche unternehmen. 15.03.2023 - 16:38 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Eine neue Regulierungsbehörde soll Aufgaben der Zentralbank teilweise übernehmen.

Foto: Reuters

Peking. Zur Abwehr von Systemrisiken für den Finanzsektor will China die Zahl der mit hohen Risiken belasteten Geldhäuser stetig verringern. Die Zentralbank der Volksrepublik (PBOC) teilte am Mittwoch weiter mit, die Reformen mit Blick auf problematische kleine und mittlere Finanzinstitute seien entscheidend vorangekommen und illegale Finanzaktivitäten eingedämmt worden.

Zentralbankchef Yi Gang hatte Anfang des Monats mitgeteilt, dass China binnen drei Jahren die Zahl der kleinen und mittleren Finanzinstitute mit hohem Risiko von über 600 auf mehr als 300 verringert habe.

Die PBOC kündigte an, diesen Weg der Gefahrenabwehr weiterzugehen und sprach von einer „präzisen Bombenentschärfung“. Weiter hieß es dazu: „Es ist notwendig, den Mechanismus zur Beseitigung finanzieller Risiken und den Aufbau von Kapazitäten zu stärken, Überwachung, Frühwarnung und Bewertung zu verstärken.“

Die deutsche Finanzaufsicht kritisiert die PBOC derweil, dass sie zu wenig unternehme, um Geldwäsche zu verhindern. Die Bankenaufseher haben dem chinesischen Institut daher aufgegeben, binnen sechs Monaten Abhilfe zu schaffen, wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) am Mittwoch mitteilte.

Die Frankfurter Niederlassung der Bank müsse „angemessene und geeignete Maßnahmen“ ergreifen, der Bafin einen schriftlichen Plan dafür vorlegen und regelmäßig über Fortschritte berichten. Bei der Prüfung des Jahresabschlusses seien den Bafin-Aufsehern Versäumnisse unter anderem in der Risikoanalyse und im IT-Monitoring aufgefallen, die Geldwäsche und Terrorfinanzierung erleichtern könnten.

Das Handelsblatt hatte bereits 2021 berichtet, dass die PBOC ins Visier der Bafin geraten sei, nachdem sie sich von ihrem Leiter der Compliance- und Anti-Geldwäsche-Abteilung getrennt hatte. Damals hatte es geheißen, die Behörde habe das Institut angewiesen, einen Dienstleister zu engagieren, um die Einhaltung von Regeln (Compliance) und die Geldwäschebekämpfung zu überwachen. Sie traue dem verbliebenen Personal nicht zu, sich angemessen um die sensiblen Themen zu kümmern.

rtr
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