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Berkshire HathawayBuffetts Nummer zwei warnt: Inflation ist „die größte Gefahr hinter einem Atomkrieg“

Charlie Munger findet drastische Worte für die Preissteigerung in den USA. Erneut teilt der 98-jährige Investor gegen Robinhood und Kryptowährungen aus.Astrid Dörner 17.02.2022 - 10:24 Uhr Artikel anhören

Warren Buffetts langjähriger Weggefährte.

Foto: AP

Denver. Er ist für seine scharfe Zunge bekannt: Charlie Munger, stellvertretender Verwaltungsratschef von Warren Buffetts Konglomerat Berkshire Hathaway, zeigte sich bei einem Auftritt am Mittwoch äußerst besorgt über die steigenden Preise in den USA.

Inflation sei „die größte langfristige Gefahr, vor der wir stehen, hinter einem Atomkrieg“, sagte Munger. Er sprach zunächst bei der Hauptversammlung des Verlagshauses Daily Journal aus Los Angeles, dessen Verwaltungsrat er anführt, und später im US-Börsensender CNBC.

„Inflation ist ein sehr ernstes Thema. Man kann argumentieren, dass dadurch Demokratien sterben können“, gab der 98-jährige Investor zu bedenken, der seit Jahrzehnten der engste Vertraute von Starinvestor Warren Buffett, 91, ist.

Zuletzt waren sowohl die Verbraucher- als auch die Produzentenpreise in den USA deutlich stärker gestiegen als erwartet, was den Druck auf die US-Notenbank Federal Reserve erneut erhöht. Ökonomen von Goldman Sachs und JP Morgan Chase rechnen nun mit sieben Zinserhöhungen in diesem Jahr.

Auch erneuerte Munger seine Kritik an Trading-Apps wie Robinhood. „Wir haben einen Aktienmarkt, den einige als Casino nutzen. Und wenn diese beiden Aspekte vermischt werden, dann führen sie zu spekulativem Durcheinander.“

Kein Freund von Kryptowährungen

Munger ist wie Buffett kein Freund von kurzfristigem Zocken. Wenn es nach ihm ginge, „dann würde ich dafür sorgen, dass sich kurzfristige Gewinne aus dem Wertpapierhandel nicht lohnen“, sagt Munger. Auch für Kryptowährungen hat der Value-Investor nichts übrig. „Ich wünschte, wir hätten sie sofort verboten“, sagte er am Mittwoch.

Ihre Meinung zur Macht der Technologiekonzerne hätten er und Buffett indes geändert. Zunächst hätten sie Tech-Unternehmen wie Google und Microsoft ignoriert. Das sei nun nicht mehr der Fall.

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