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Coronakrise Aareal Bank setzt Fragezeigen hinter Dividende

Das Institut möchte seine Gewinnausschüttungen noch mal überprüfen. Zuvor hatte Bafin-Chef Hufeld den Banken wegen Corona den Verzicht auf Dividenden nahegelegt.
26.03.2020 - 09:48 Uhr Kommentieren
Wegen der Coronakrise stellt die Aareal Bank ihre Gewinnausschüttungen auf den Prüfstand. Quelle: dpa
Aareal Bank

Wegen der Coronakrise stellt die Aareal Bank ihre Gewinnausschüttungen auf den Prüfstand.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Aareal Bank stellt wegen der Coronakrise ihre Dividende auf den Prüfstand. Das Institut erwäge weiterhin, der Hauptversammlung eine Dividende von 2,00 Euro je Aktie vorzuschlagen, beobachte aber die aktuellen Entwicklungen und Diskussionen „aufmerksam“ und werde sie „verantwortungsvoll“ bewerten, erklärte die Bank am Donnerstag.

Die Entscheidung über die Ausschüttung obliege letztlich den Aktionären, die sich nach derzeitigem Stand am 27. Mai in Wiesbaden treffen werden.

Im Geschäftsbericht bestätigte der Vorstand die Geschäfts- und Ergebnisprognosen für 2020. Sie beinhalteten aber nicht die Folgen der Bekämpfung des Coronavirus. Diese Auswirkungen seien aktuell nicht seriös abschätzbar.

Bafin-Chef Felix Hufeld hatte den Banken zur Bewältigung der Coronakrise einen Verzicht auf Gewinnausschüttungen nahegelegt. Auch in anderen Ländern Europas drängen die Aufseher die Banken dazu, auf Dividenden zu verzichten.

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    Der Bundesverband deutscher Banken zeigte sich offen für solche Einschnitte. „Eine Aussetzung der Dividendenzahlungen für 2019 sollte angesichts der hohen Dynamik der Coronakrise nicht ausgeschlossen werden“, hieß es in einer Stellungnahme.

    Damit würden die Banken einen Beitrag leisten, um ihre Leistungsfähigkeit für die Kunden aufrecht zu erhalten.

    Eine Sprecherin der Commerzbank verwies auf Aussagen von Finanzchefin Bettina Orlopp aus der vergangenen Woche, denen zufolge die Bank eine Dividende von 15 Cent je Aktie für 2019 vorgeschlagen hat, die von der Hauptversammlung beschlossen werden müsse.

    Der Konzern schaue genau auf die jüngsten Empfehlungen und werde verantwortungsvoll entscheiden, erklärte die Sprecherin weiter.

    Ein Sprecher der Deutschen Pfandbriefbank AG, die eine Dividende von 90 Cent in Aussicht gestellt hat, wollte am Donnerstag keinen Kommentar abgeben.

    Auf Investorenseite scheint die Aussetzung von Dividenden nicht auf Ablehnung zu stoßen. „Banken sind in der Corona-Krise mit extrem hoher Unsicherheit konfrontiert: Wie schlimm wird die Rezession? Wie entwickeln sich die Gewinne? Wie stark werden die Kapitalquoten belastet? Daher erscheint es klug, Dividendenzahlungen aufzuschieben oder zu reduzieren“, sagte Alexandra Annecke, Fondsmanagerin bei Union Investment, gegenüber Bloomberg.

    Mehr: Bankenverband zeigt sich offen für Dividendenstreichungen.

    • rtr
    • Bloomberg
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