Deutsche Bank: Geschäftsreisen sind zunehmend unerwünscht
Das Geldhaus will seine Kosten weiter senken. Daher bemüht es sich auch um geringere Ausgaben für Geschäftsreisen.
Foto: dpaFrankfurt. Dem Sparkurs der Deutschen Bank fallen zunehmend auch Geschäftsreisen zum Opfer. Reiseanträge müssten immer besser begründet werden und würden auch immer häufiger abgelehnt, sagten mehrere Beschäftigte des Instituts dem Handelsblatt. Reisen, die nicht zu Kunden gehen, sollen Finanzkreisen zufolge möglichst vermieden werden.
Besonders betroffen sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Infrastruktureinheiten sein. So bezeichnet die Bank Bereiche ohne direkten Kundenkontakt, also etwa die IT, das Risikomanagement und andere Verwaltungsaufgaben. Beschäftigte aus den Infrastruktureinheiten sollen statt zu reisen, ihre Treffen eher digital abhalten, heißt es in Finanzkreisen.
Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte auf Anfrage: „Die Bank steuert ihre Reisekosten und genehmigt Reisen auf der Grundlage des Reisezwecks und des verfügbaren Budgets.“
Ein Mitarbeiter sagt, offiziell gebe es keine neue Reiserichtlinie und auch keine schriftlichen Anweisungen, weniger zu reisen. „Aber es wird jedem deutlich gemacht, dass Reisen eigentlich unerwünscht sind“, so der Deutschbanker, der ungenannt bleiben möchte. Seit dem Frühjahr spüre man eine größere Strenge beim Thema Reisekosten.