Finanzaufsicht: Bafin zieht Sonderbeauftragten bei Deutscher Bank ab
Frankfurt. Die Deutsche Bank hat aus Sicht der Finanzaufsicht Bafin Fortschritte im Kampf gegen Geldwäsche gemacht. Das Mandat eines vor sechs Jahren installierten Sonderbeauftragten sei deshalb nicht verlängert worden, sagte eine mit dem Thema vertraute Person dem Handelsblatt. Zuerst hatte darüber die „Welt“ berichtet.
Die Bafin lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab, die Deutsche Bank wollte sich zunächst nicht dazu äußern. 2018 hatte die Behörde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG eingesetzt, weil das Geldhaus von der Aufsicht monierte Mängel bei der Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung nicht wie gefordert beseitigt hatte. Es war damals das erste Mal, dass die Bafin zu einem solchen Schritt bei einer Bank im Bereich der Geldwäscheprävention griff.
Zuletzt hatte die Bafin schon die Mandate von ihr installierter Geldwäsche-Spezialisten bei der Onlinebank N26 und dem Zahlungsdienstleister Unzer beendet. Noch aktiv ist dem Bericht zufolge der von der Bafin entsandte Sonderbeauftragte wegen technischer Probleme im Zuge der Integration der Postbank.