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FührungswechselSchweizer Nationalbank fährt Fremdwährungsverkäufe weiter hoch

Von April bis Juni verkaufte die SNB Devisen im Wert von 40,31 Milliarden Franken. Das ist der größte Betrag seit Publikation der Devisentransaktionen 2020. 29.09.2023 - 08:49 Uhr Artikel anhören

Seit Mitte vergangenen Jahres setzt die SNB neben Zinserhöhungen auch auf die inflationsdämpfende Wirkung einer starken Landeswährung.

Foto: dpa

Zürich. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre Fremdwährungsverkäufe im zweiten Quartal 2023 intensiviert. Im Zeitraum April bis Juni verkaufte die Notenbank Devisen im Wert von 40,31 Milliarden Franken, wie aus am Freitag veröffentlichten SNB-Daten hervorging.

Es handelte sich dabei um den größten Verkaufsbetrag seit Beginn der Veröffentlichung der vierteljährlichen Devisentransaktionen im Jahr 2020. Im Startquartal hatte die SNB noch Fremdwährungen im Volumen von 32,26 Milliarden Franken verkauft, davor waren es 27,28 Milliarden Franken.

Seit Mitte vergangenen Jahres setzt die SNB, die jahrelang im großen Stil Fremdwährungen gekauft hatte, um eine zu starke Aufwertung des Franken zu verhindern, neben Zinserhöhungen auch auf die inflationsdämpfende Wirkung einer starken Landeswährung. Vergangene Woche sah die SNB nach fünf Zinserhöhungen in Folge allerdings überraschend von einer weiteren geldpolitischen Straffung ab, der Leitzins blieb bei 1,75 Prozent.

Notenbankchef Thomas Jordan machte indes auch klar, dass die SNB bei Bedarf weiterhin am Devisenmarkt eingreifen wolle, um für angemessene monetäre Bedingungen zu sorgen. Im gegenwärtigen Umfeld stünden dabei Fremdwährungsverkäufe im Vordergrund.

Stellvertretender Direktor verlässt die SNB

Die Bank verkündete am Freitag außerdem einen Wechsel in einer Schlüsselfunktion. Dewet Moser, stellvertretendes Mitglied des Direktoriums, trete Ende März 2024 altersbedingt zurück, teilte die SNB mit.

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Der 63-jährige habe seit 1986 in verschiedenen Funktionen für die SNB gearbeitet. Seit 2018 sei er stellvertretender Vorsteher des II. Departements, wo er sich um die Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors sowie um die Sicherstellung der Bargeldversorgung gekümmert habe. Zur Nachfolge Mosers äußerte sich die Notenbank nicht.

Vor einer Woche hatte die Schweizer Regierung Antoine Martin zum neuen Mitglied des dreiköpfigen SNB-Direktoriums ernannt. Er folgt auf Andréa Maechler, die im März ihren Rücktritt angekündigt hatte und inzwischen einen Spitzenposten bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel bekleidet.

rtr
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