Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Girokontenvergleich Bis zu 50 Cent Gebühren: Bargeldloses Zahlen kann teuer werden

Es kommt seltener vor, dass die Zahlung per Karte kostenfrei ist. Eine „Finanztest“-Erhebung zeigt: Viele Banken berechnen dem Kunden eine Gebühr.
17.08.2020 Update: 18.08.2020 - 11:48 Uhr 2 Kommentare
Manche Banken berechnen für jede Zahlung mit der Girocard Gebühren. Quelle: dpa
Kartenzahlung im Supermarkt

Manche Banken berechnen für jede Zahlung mit der Girocard Gebühren.

(Foto: dpa)

Berlin In der Coronakrise hat bargeldloses Zahlen stark an Bedeutung gewonnen. Doch wer mit Karte oder mit dem Smartphone zahlt, muss bei den Kosten mit Überraschungen rechnen. Manche Institute berechnen für jede Zahlung mit der Girocard Gebühren bis zu 0,50 Euro, belegen Untersuchungen der Zeitschrift „Finanztest“.

„Finanztest“ hat knapp 300 Girokontenmodelle von 125 Banken unter die Lupe genommen. In Stichproben wurde festgestellt, dass Banken bei 55 Modellen Gebühren beim Zahlen mit der Karte berechnen. Namentlich aufgeführt werden dabei die Bremische Volksbank, die Kasseler Sparkasse und die Salzlandsparkasse, die bei ihren Klassikkonten für einzelne Zahlvorgänge jeweils 50 Cent berechnen.

„Das ist ärgerlich für Kunden, die wegen der Coronakrise bewusst auf Barzahlungen verzichten“, kommentiert „Finanztest“ dieses Gebaren. Immerhin: 20 getestete Kontomodelle sind ganz kostenlos.

Um einen Vergleich zu ermöglichen, haben die Verbraucherschützer einen Modellkunden kreiert. Dieser erhält ein monatliches Gehalt und erledigt seine Bankgeschäfte online. Zudem zahlt er dreimal pro Woche mit seiner kostenlosen Girocard. Kosten für Strom und Versicherungen werden abgebucht, Kontoauszüge elektronisch gecheckt. Daran gemessen schneidet die Bremische Volksbank mit Kosten von rund 250 Euro jährlich für das Klassikkonto am schlechtesten ab.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Reine Gratiskonten werden seltener. Mittlerweile gibt es nur noch neun bundesweit tätige Banken, die ihren Kunden auch ohne Gehaltseingang nichts für das Girokonto berechnen. Auch die Direktbank ING hat an der Preisschraube gedreht. Seit Mai ist das Konto nur noch dann kostenlos, wenn monatlich Geldeingänge von 700 Euro verzeichnet werden.

    Nach Recherchen des Vergleichsportals biallo.de hat sich die Zahl der kostenlosen Girokonten seit Mai 2020 von 47 auf 41 verringert. Das ist auch der aktuellen Zinssituation geschuldet. Die Zinserträge, die Haupteinnahmequelle der meisten Banken, brechen weg. Im Gegenzug versuchen die Institute, ihre Provisionseinnahmen, zu denen auch Gebühren gehören, zu steigern.

    Heterogene Kundenbedürfnisse

    Biallo weist darauf hin, dass es kein Girokonto gibt, das für alle das Beste ist. Dafür seien die Bedürfnisse der Verbraucher zu unterschiedlich. Wem persönlicher Kontakt zu einem Bankmitarbeiter wichtig sei, für den kommen Internetbanken eher nicht infrage. Dennoch sollten die Kosten nicht aus den Augen verloren werden.

    Für angemessen hält „Finanztest“ jährliche Kontokosten von 60 Euro. Auch Banken mit Filialen würden dieses Niveau teilweise unterbieten. Wer mehr als 60 Euro zahlt, sollte über einen Wechsel nachdenken, empfiehlt „Finanztest“.

    Für einen besseren Überblick von Bankkonditionen sorgt jetzt auch eine Vergleichswebsite für Girokonten. Das Portal Check24 bietet diesen Service, nachdem es vom Tüv Saarland ein entsprechendes Zertifikat erhalten hat. Auf Basis der Entgeltinformationen, die Banken online veröffentlichen müssen, stellt Check24 die nach dem Zahlungskontengesetz für den Vergleich vorgeschriebenen Gebühren zusammen. Insgesamt sind es 19 verschiedene Positionen von derzeit rund 550 Banken.

    Mehr: Auf dem Weg in die bargeldlose Gesellschaft.

    Startseite
    Mehr zu: Girokontenvergleich - Bis zu 50 Cent Gebühren: Bargeldloses Zahlen kann teuer werden
    2 Kommentare zu "Girokontenvergleich: Bis zu 50 Cent Gebühren: Bargeldloses Zahlen kann teuer werden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Gebühren an sich sind ja nichts Verwerfliches. Was ich aber in der Vergangenheit nicht in Ordnung gefunden habe, war die Tatsache dass manche Banken die Konten aber einer gewissen Geldeingangs-Höhe kostenfre. Das fand und finde ich gegenüber ärmeren Menschen diskrimierend und hochgradig asozial.

    • Es sind immer wieder die Volksbanken und Sparkassen, die vorrangig mit solchen Gebühren auffallen. Allerdings ist auch selbst schuld, wer sich das gefallen lässt und jährlich 250 Euronen Gebühren für ein Girokonto zahlt.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%