Hackerangriff: Systeme bei Deutsche Leasing seit fast einer Woche abgeschaltet
Ein Hackerangriff hat die Deutsche Leasing lahmgelegt - und das schon seit mehreren Tagen.
Foto: Deutsche LeasingFrankfurt. Die Leasingtochter der deutschen Sparkassen ringt seit nahezu einer Woche mit den Folgen eines schweren Hackerangriffs. Die Deutsche Leasing hat, nachdem der Angriff am vergangenen Samstag entdeckt worden war, ihre IT-Systeme heruntergefahren. Der Zugriff ist noch immer abgeschaltet. Das bedeutet, dass die Kunden, vor allem mittelständische Firmen, nicht auf die Systeme zugreifen können. Das Unternehmen aus Bad Homburg kann entsprechend weder alte Verträge bearbeiten noch neue Leasingverträge vereinbaren.
Seit dem Wochenende arbeite die Leasinggesellschaft zusammen mit externen IT-Sicherheitsberatern und den Ermittlungsbehörden „unter Hochdruck“ daran, den Angriff zu analysieren und Spuren zu sichern, teilte die Deutsche Leasing mit. „Bisher gibt es keinen Befund, dass Daten abgeflossen sind“, erklärte eine Unternehmenssprecherin am Freitag. Es sei nach wie vor auch keine Lösegeldforderung eingegangen.
Ungewöhnlich an dem Angriff auf die Deutsche Leasing ist, dass er das Unternehmen so lange nahezu komplett lahmlegt. Lediglich E-Mails funktionieren wieder. Die rund 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden Anfang der Woche gebeten, nicht im Büro zu erscheinen.