Investmentbanking: Deutsche Bank wirbt Investmentbanker Fritz von Lazard ab
Die Deutsche Bank hat einen Top-Investmentbanker verpflichtet.
Foto: dpaFrankfurt. Die Deutsche Bank hat Ken Oliver Fritz als neuen Topmanager für ihr Beratungsgeschäft zu Fusionen und Übernahmen, Eigenkapital- und Anleihedeals gewonnen. Der bisherige Investmentbank-Chef von Lazard in Deutschland soll in wenigen Tagen in Frankfurt als Vice Chairman, EMEA Origination & Advisory beginnen, wie aus einem internen Memo der Deutschen Bank hervorgeht. Die Bank lehnte eine Stellungnahme ab.
Fritz hatte seine Karriere 1995 bei der Deutsche-Bank-Tochter Morgan Grenfell begonnen, hatte später die Investmentbank der Credit Suisse in Deutschland geleitet, bevor er diese Funktion die vergangenen zehn Jahre bei Lazard ausübte.
Fritz ist vor allem für Transaktionen aus den Branchen Industriegüter/Auto sowie Konsumgüter bekannt. Zu den wichtigsten der über hundert Deals, die er mitorganisiert hat, gehören der Porsche-Börsengang, der Erwerb der US-Autozulieferer TRW und Wabco durch ZF, der Einstieg von Messer und CVC bei einem ehemaligen Teil des Gasekonzerns Linde sowie zuletzt der Erwerb von kleineren US-Firmen durch Beiersdorf.
Lazard hatte der Konkurrenz vergangenes Jahr ebenfalls einige bekannte Banker abgeworben, etwa Christian Kames von JP Morgan oder Marcus Schenck von Perella Weinberg. Über die Verpflichtung von Fritz hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg zuerst berichtet.