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KreditgeschäftBanken zahlen EZB-Kredite vorzeitig zurück

Die Kredite wurden während der Corona-Krise vergeben, um die Liquidität der Institute nicht zu gefährden. Für die Banken ist die vorzeitige Rückzahlung freiwillig. 13.01.2023 - 13:33 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Europäische Banken haben sich im Januar erneut dazu entschieden Kreditmittel der EZB vorzeitig zurückzuzahlen.

Foto: dpa

Banken im Euro-Raum wollen wie bereits im November und Dezember von der EZB gewährte mehrjährige Kredite vorzeitig zurückzahlen. Die Institute wollten bei der dritten Serie zielgerichteter Kreditsalven, die in der Fachwelt als „TLTRO III“ bezeichnet werden, diesmal rund 63 Milliarden Euro frühzeitig zurückgeben, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mit.

Das Volumen ist allerdings deutlich geringer als noch zuletzt. Im Dezember hatten sie 447 Milliarden Euro vorzeitig zurückgezahlt, im November 296 Milliarden Euro. Mit den für die Banken sehr lukrativen langfristigen Kreditgeschäften wollten die Währungshüter dafür sorgen, dass der Kreditfluss an die Wirtschaft während der Corona-Krise nicht versiegt. Die Institute sollten mit genügend Liquidität versorgt werden.

Für die Banken ist die vorzeitige Rückzahlung freiwillig. Die EZB hat aber dafür gesorgt, dass es für sie starke Anreize gibt, die Kredite frühzeitig zurückzureichen. Denn die Währungshüter hatten auf ihrer Zinssitzung im Oktober beschlossen, die für die Banken sehr lukrativen Zinssätze dieser Kredite nachträglich zu verändern.

Ein Ziel dieses Schritts: Die hohe Überschussliquidität im Finanzsystem soll dadurch verringert werden. Die Euro-Wächter wollen zudem dafür sorgen, dass sich auch die Finanzierungsbedingungen verschärfen im Einklang mit dem eingeschlagenen Zinserhöhungskurs. Die Währungshüter hatten im Kampf gegen die ausufernde Inflation seit Juli bereits vier Mal in Folge die Zinsen angehoben.

Nach der erneuten vorzeitigen Rückzahlung werden die Banken geschätzt noch auf ausstehenden TLTRO-Geldern von rund 1,3 Billionen Euro sitzen. Anfang November waren es noch 2,1 Billionen Euro gewesen.

Der Rückgang trägt auch zur Verringerung der Notenbankbilanz bei, die durch die Anleihenkäufe der vergangenen Jahre stark angeschwollen ist. Aktuell hat die Bilanz ein Volumen von rund acht Billionen Euro. Die EZB hat bereits angekündigt, ab März ihre Anleihenbestände in einem maßvollen und vorhersehbaren Tempo zu verringern.

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