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Rebecca ShortDeutsche Bank befördert ihre oberste Finanzplanerin

Die Managerin rückt ins Führungsgremium unterhalb des Vorstands auf. Damit will die Bank die Geschäftsplanung mit Kostendisziplin enger verzahnen.Yasmin Osman 30.07.2020 - 16:50 Uhr

Die Bank erweitert das wichtigste Führungsgremium unterhalb des Vorstands.

Foto: AP

Frankfurt. Die Deutsche Bank hat die Leiterin für Finanzplanung und -steuerung, Rebecca Short, in das Konzernleitungskomitee der Bank berufen. Das GMC genannte Gremium ist das wichtigste Führungsgremium der Bank unterhalb des Vorstands.

Die Entscheidung zeige, dass es „für alle Geschäftsbereiche und die Führung der Bank immer wichtiger wird, strategisch zu planen und unsere Fortschritte zu messen“, heißt es in einer internen Mitteilung der Bank, die dem Handelsblatt vorliegt.

Short ist die erste Managerin aus einem Infrastrukturbereich, die dort einzieht. Die übrigen Mitglieder – der Chef der Unternehmensbank Stefan Hoops, die Privatkundenmanager Manfred Knof und Claudio de Sanctis, die Investmentbanker Mark Fedorcik und Ram Nayak, DWS-Chef Asoka Wöhrmann sowie die Chefin der Abbaubank, Louise Kitchen – leiten jeweils Geschäftsbereiche der Bank.

Das Gremium wurde von Vorstandschef Christian Sewing im Rahmen seiner neuen Strategie vor einem Jahr eingeführt. Durch die Berufung der 45-jährigen Short verzahnt die Bank die strategische Planung enger mit dem Kosten- und Performance-Management.

Als Leiterin der Finanzplanung ist Short sowohl für die Kostendisziplin der Bank verantwortlich, als auch für die Frage, wo die Bank ihre knappen Kapitalressourcen einsetzt und wo nicht. Außerdem kontrolliert sie, ob die einzelnen Bereiche der Bank die ihnen gesetzten Ziele erfüllen. Das diskutiert Short monatlich – und das ist mittlerweile eine Frage, die auch den Bonus der Verantwortlichen beeinflusst. 

Shorts Rolle hatte der damalige Finanzvorstand Marcus Schenck 2015 eingeführt. Sein Ziel war es, die laxe Kostendisziplin und die mangelnde systematische Leistungskontrolle der Bank zu verbessern. Die Managerin bekam den Job, weil sie intern den Ruf genießt, hartnäckig zu sein und sich von Hierarchien nicht einschüchtern zu lassen. Schenck gab Short damals einen Monat Zeit, um ihre Aufgabe und die dafür nötigen Kompetenzen auf maximal eineinhalb Din-A4-Seiten zu skizzieren.

Vor diesem Job hatte die Neuseeländerin unterschiedliche Aufgaben im Kreditrisikomanagement, der internen Revision sowie der Rechtsabteilung der Bank wahrgenommen. Short hat ihre gesamte bisherige Laufbahn bei der Deutschen Bank verbracht, wenn man ihren Einstieg als Trainee bei Bankers Trust in Neuseeland im Jahr 1998 mitrechnet. Bankers Trust wurde kurz darauf von der Deutschen Bank übernommen.

Short zählt zu den wenigen Spitzen-Managerinnen der Deutschen Bank. Im Vorstand ist Christiana Riley die einzige Frau. Im Konzernleitungsgremium sitzen mit Short und Abbaubank-Chefin Kitchen nur zwei Managerinnen. Im Mai hatte das Institut außerdem Karen Kuder zur Leiterin der Rechtsabteilung gekürt.

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