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Sparkassen Deka-Anteilseigner wollen Fusion mit Helaba ausloten

Die bisher skeptischen Anteilseigner sprechen nun auch von einer Zusammenführung. Zuvor sollen aber das Profil eines Zentralinstituts definiert werden.
12.02.2020 - 17:30 Uhr Kommentieren
Sie soll mit der Helaba fusioniert werden. Quelle: dpa
Die Deka-Bank in Frankfurt

Sie soll mit der Helaba fusioniert werden.

(Foto: dpa)

Berlin, Frankfurt Die Sparkassen machen im Ringen um die Schaffung eines Zentralinstituts Fortschritte – allerdings nur kleine. In ihrer Sitzung am Mittwoch forderten die Anteilseigner der Deka-Bank den Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) auf, das Zielbild für eine solche Einrichtung zu verfeinern, erklärte der DSGV.

Zudem solle geprüft werden, „wie ein Nukleus für ein Sparkassen-Zentralinstitut durch eine vertiefte Zusammenarbeit bis hin zu einer Zusammenführung von Dekabank und Helaba geschaffen werden könnte“.

Die Deka-Eigentümer haben sich damit bewegt. Bisher hatten sie offiziell nur eine verstärkte Zusammenarbeit ins Auge gefasst. Viele Eigentümer der Deka sind dagegen, das Institut einfach schnell mit der Helaba zusammenzuschieben und dann zu schauen, wie es weitergeht.

Sie wollen stattdessen zunächst ein genaues Zielbild ausarbeiten, wie eine Sparkassen-Zentralbank am Ende aussehen soll. Auf dieser Basis soll dann über die Kombination von Deka und Helaba entschieden werden. Klar ist, dass dieser Prozess komplex ist und eher mehr als weniger Zeit in Anspruch nehmen wird.

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    Die meisten Sparkassen wollen, dass das Zentralinstitut am Ende ganz in ihrer Hand liegt. Zugleich soll es keine Sparkasse beinhalten. Das würde bedeuten, dass die Frankfurter Sparkasse bei oder nach einem Zusammenschluss von Deka und Helaba herausgelöst werden müsste. Zudem müsste das Land Hessen, das aktuell mit gut acht Prozent an der Helaba beteiligt ist, seine Anteile verkaufen. Darüber hinaus müssten möglicherweise die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank) sowie die Helaba-Immobilientochter GWH abgespalten werden.

    Die Lage ist komplex

    Dass angesichts dieser komplexen Lage am Mittwoch keine Vorentscheidung für eine Fusion getroffen wurde, kommt für Beteiligte nicht überraschend. „Ich habe nicht mit einer schnellen Lösung gerechnet – und danach sieht es auch nicht aus“, sagte ein Vertreter der Anteilseigner dem Handelsblatt.

    DSGV-Präsident Helmut Schleweis hat dagegen nie einen Hehl aus seiner Präferenz gemacht. Er wirbt für eine Fusion des zentralen Sparkassenfonds-Dienstleisters und der Landesbank, die Startschuss für eine weitere Konsolidierung unter den Landesbanken sein könnten. Neben der Helaba sind noch die Landesbank Baden-Württemberg, die BayernLB sowie die NordLB aktiv, die im vergangenen Jahr durch ein 3,6 Milliarden Euro schweres Rettungspaket am Leben erhalten wurde.

    Auf dem Papier scheint die Fusion kein Problem zu sein. Schließlich befindet sich die Dekabank vollständig im Besitz der Sparkassen, die Helaba zu mehr als 90 Prozent. Doch nach Vorstellungen mehrerer Regionalverbände können die Bilanzsummen nicht einfach zusammengeschoben werden.

    Der Ostdeutsche Sparkassenverband weist auf Beschlüsse seiner Mitglieder hin, nach denen sich der Verband nicht an Instituten beteiligen dürfe, an denen ein Bundesland beteiligt sei.
    Mehr: Jobabbau bei der Helaba sorgt für Verunsicherung

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