Sparkassen-Sektor: Bietergefecht um Berlin Hyp: Interessenten stocken Angebote auf
Deka, Helaba und LBBW bieten für den Immobilienfinanzierer, der den deutschen Sparkassen gehört.
Foto: picture alliance / Bildagentur-online/JokoFrankfurt. Im Poker um die Übernahme des Sparkassen-Immobilienfinanzierers Berlin Hyp erhöhen alle Beteiligten den Einsatz. Die Bieter LBBW, Helaba und Deka hätten ihre Angebote seit Anfang November noch mal nachgebessert, sagten mehrere mit dem Prozess vertraute Personen dem Handelsblatt. Die Offerten lägen nun alle recht nah beisammen.
Einen entscheidenden Unterschied gibt es Finanzkreisen zufolge jedoch: Die LBBW will den Kaufpreis, der sich auf mehr als eine Milliarde Euro belaufen dürfte, in bar bezahlen. Deka und Helaba möchten ihn dagegen zu großen Teilen mit eigenen Anteilen begleichen. Deka, Helaba und LBBW wollten sich dazu nicht äußern.
Die Berlin Hyp gehört aktuell den Sparkassen und ist zusammen mit der Berliner Sparkasse Teil der Landesbank Berlin Holding. Die Sparkassen wollen diese Holding jedoch auflösen, unter anderem wegen der Forderung der Finanzaufsicht nach einer stringenteren Führung der Konzerngesellschaften.
Während die Berliner Sparkasse als eigenständiges Institut erhalten werden soll, haben die Sparkassen einen Verkaufsprozess für die Berlin Hyp gestartet. Teilnehmen dürfen nur Bieter aus dem öffentlich-rechtlichen Finanzsektor. Die Landesbanken LBBW aus Stuttgart und Helaba aus Frankfurt sowie der Sparkassen-Fondsanbieter Deka reichten Ende Oktober bindende Offerten ein.