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Vermögensverwalter Blackrock verliert Großaktionär PNC

Die US-Regionalbank trennt sich in der Coronakrise von ihren lukrativen Anteilen am Vermögensverwalter. Damit beginnt eine neue Ära.
12.05.2020 - 15:31 Uhr Kommentieren
Corona: PNC trennt sich von Blackrock Quelle: Reuters
Larry Fink

Der Blackrock-Chef muss sich von einem Großaktionär verabschieden.

(Foto: Reuters)

New York Blackrock verliert seinen größten Aktionär. Die amerikanische Regionalbank PNC wird sich in den kommenden Tagen von ihrem Anteil an dem größten Vermögensverwalter der Welt trennen, teilten die Institute am Montag mit. PNC mit Sitz in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania ist seit mehr als 20 Jahren an Blackrock beteiligt und hält derzeit rund 22 Prozent der Anteile.

Für beide Institute geht damit ein wichtiges Kapitel zu Ende. Blackrock ist in den vergangenen Jahren zu einem dominierenden Akteur an der Wall Street geworden. Der von Larry Fink geführte Konzern bietet mittlerweile von börsengehandelten Indexfonds über Anleihen bis hin zu Private-Equity-Investments eine breite Palette von Finanzdienstleistungen an.

Blackrock verwaltet ein Vermögen von insgesamt 6,5 Billionen Dollar. Die schiere Größe und die Investmentpolitik rufen immer wieder Kritiker auf den Plan.

Das New Yorker Institut verliert nun seine letzte Bank als Aktionär, was künftig auch für weniger regulatorische Vorschriften sorgen wird, unter anderem wenn es um Private-Equity-Investments und um Abstimmung bei Hauptversammlungen von anderen Banken geht.

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    Für PNC war die Beteiligung an Blackrock überaus lukrativ. 1995 stieg die Bank bei dem Vermögensverwalter ein und hielt auch nach der Finanzkrise noch daran fest, als Merrill Lynch und die britische Barclays sich von ihren Anteilen trennten.

    Coronakrise trifft den Blackrock-Aktionär

    Das Investment hat sich seitdem für PNC versiebzigfacht – hinzu kommen Dividendenzahlungen. Nun jedoch „ist die Zeit gekommen auszusteigen“, sagte PNC-Vorstandschef William Demchak.

    Die Regionalbank kann die zusätzliche Liquidität in der Coronakrise gut gebrauchen. Eine Reihe von Kunden sind in der Öl- und Gasbranche und in der Gastronomie tätig – Bereiche, die von der Krise gerade besonders hart getroffen sind.

    Analysten zufolge könnte das für PNC auch den Weg für eine Übernahme frei machen. Bankaktien haben seit Beginn der Krise deutlich verloren, somit wären kleinere Konkurrenten derzeit vergleichsweise günstig zu haben.

    Blackrock kündigte an, einen Teil der PNC-Aktien übernehmen zu wollen. Die Aktionäre der Regionalbank begrüßten den Schritt. Das Papier lag vorbörslich gut vier Prozent im Plus. Die Blackrock-Aktie gab dagegen nach.

    Mehr: Wie Blackrock-Chef Larry Fink die Krise sieht und was er in Zukunft erwartet

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