Phishing: Verbraucherschützer mahnen Banken zu mehr Sensibilität
Frankfurt. Immer wieder versuchen Betrüger, Verbrauchern über vermeintliche E-Mails ihrer Bank Zugangsdaten zu entlocken – neuerdings sogar per gefälschten Briefen. Derzeit warnen Verbraucherschützer beispielsweise vor Phishing-Nachrichten an Kundinnen und Kunden von ING, Targobank sowie Postbank. Auch Nutzer des neuen Handy-zu-Handy-Bezahldienstes Wero wurden schon per Phishing angegangen.
Doch die Verbraucherzentralen weisen nicht nur auf aktuelle Phishing-Versuche hin. Sie sehen auch Versäumnisse bei den Banken und halten ihnen teils mangelhaften Schutz vor.
„Banken und Sparkassen könnten Betrug durchaus verhindern, wenn sie sich ausreichend um Sicherheit bemühen“, sagt Claudio Zeitz-Brandmeyer vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV). Die Verbraucherschützer haben nun das Vorgehen der Banken beim Thema Betrug untersucht. Der VZBV ist der Ansicht, dass Banken immer wieder ihre Sorgfaltspflichten verletzen würden, Betrüger hätten daher „allzu leichtes Spiel“.