Sparkassen: Diese Frau steuert den Fondsanbieter Deka in turbulenten Zeiten
Frankfurt. Krieg in der Ukraine, Zollstreit mit den USA und eine schwächelnde deutsche Wirtschaft – Risikovorständin Birgit Dietl-Benzin vom Sparkassen-Fondsanbieter Deka sieht sich aktuell mit einer Vielzahl an Herausforderungen konfrontiert. „Die Unsicherheit an den Märkten ist derzeit sehr groß“, sagt die 51-Jährige im Gespräch mit dem Handelsblatt.
Als Risikomanagerin sei sie es zwar gewohnt, in Szenarien das Undenkbare durchzuspielen. „Aber leider hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, dass dieses Undenkbare auch eintreten kann“, betont sie. „Es gibt einen Krieg in Europa. Auch im transatlantischen Verhältnis gelten viele alte Gewissheiten nicht mehr.“
Nach den Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump im April kam es an den Aktienmärkten zu deutlichen Kursverlusten. Die großen Börsenindizes in Amerika und Europa haben sich von diesem Rückschlag inzwischen zwar erholt. Experten und Finanzaufseher wie Bafin-Chef Mark Branson aber sehen die Gefahr weiterer Turbulenzen.
„Es kann jederzeit wieder zu Rückschlägen wie im April kommen, als es nach den US-Zollankündigungen an den Börsen bergab ging“, warnte Branson kürzlich im Handelsblatt-Interview.