Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Apollo Allianz verkauft Oldenburgische Landesbank an Finanzinvestor

Der US-Finanzinvestor Apollo übernimmt für mehr als 300 Millionen Euro die Oldenburgische Landesbank. Allianz hatte die OLB im September zum Verkauf gestellt.
25.06.2017 - 16:02 Uhr Kommentieren
Allianz hatte die OLB im September zum Verkauf gestellt. Nun hat sich der Versicherer mit Apollo geeinigt. Quelle: dpa
Allianz in Unterföhring

Allianz hatte die OLB im September zum Verkauf gestellt. Nun hat sich der Versicherer mit Apollo geeinigt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Für mehr als 300 Millionen Euro übernimmt der US-Finanzinvestor Apollo die Oldenburgische Landesbank (OLB). Die OLB soll an die Bremer Kreditbank (BKB) angedockt werden, die Apollo schon seit 2014 gehört. Der Münchener Versicherungsriese Allianz hatte die OLB im September zum Verkauf gestellt und sich nun mit Apollo geeinigt, wie sie am Freitagabend mitteilte. Der neue Eigentümer galt seit längerem als Favorit, die Verhandlungen zogen sich aber hin. „Wir sind stolz, die OLB von der Allianz erwerben zu können“, sagte BKB-Vorstandschef Axel Bartsch. „Zusammen sind wir eine starke Bankengruppe im Nordwesten.“

Im März 2016 hatte die BKB bereits das ebenfalls in Bremen ansässige Bankhaus Neelmeyer von der Münchener HypoVereinsbank geschluckt. Apollo hat sich auf die Fahnen geschrieben, mit der BKB eine „aktive Rolle in der notwendigen Konsolidierung des norddeutschen Bankenmarktes“ zu spielen. Mit einer Bilanzsumme von 14 Milliarden Euro ist die OLB um ein Vielfaches größer als die BKB, die 2016 auf 2,2 Milliarden kam. Der Investor Apollo hatte auch Interesse an der zum Verkauf stehenden HSH Nordbank angemeldet.

Für die Allianz hat die OLB zuletzt stark an strategischer Bedeutung verloren. Die Regionalbank hatte schon zur Dresdner Bank gehört, bevor diese von dem Versicherer geschluckt worden war. Nach dem Verkauf der Dresdner Bank war die OLB bei der Allianz geblieben. Unter dem Dach der OLB wurde die Allianz Bank geführt, mit der der Versicherer Fonds und Bankprodukte über die eigenen Vertreter verkaufen wollte.

Diese Versicherer sind systemrelevant
Aegon
1 von 9

Insgesamt stuft der Financial Stability Board weltweit neun Versicherer als systemrelevant ein. Weil sich das FSB nicht dazu durchringen kann, auch Rückversicherer auf die Liste setzen, sucht man die Namen von Branchengiganten wie Warren Buffetts Berkshire Hathaway oder Munich Re vergeblich. Das Board führt die Liste ohne spezielle Reihenfolge, dementsprechend sind die Assekuradeure alphabetisch geordnet. Den Anfang macht die niederländische Aegon. 1983 gegründet, verwaltet der Konzern aus Den Haag 477 Milliarden Dollar an Vermögen. (Quelle: Financial Stability Forum)

Allianz
2 von 9

Die Allianz mit Hauptsitz in München ist der einzige deutsche Versicherungskonzern, den das Financial Stability Board als systemrelevant einstuft. Und das aus gutem Grund: Mit einem verwalteten Vermögen von 928 Milliarden US-Dollar ist der 1890 gegründete Konzern in mehr als 70 Ländern der Welt vertreten – und ist damit der zweitgrößte Versicherer Europas.

(Foto: Reuters)
AIG
3 von 9

Die American International Group (AIG) wurde 1919 gegründet, hat ihren Sitz in New York und beschäftigt weltweit rund 66.000 Mitarbeiter. Aktien der AIG notieren an der NYSE in der Wall Street und in Tokio. Die Amerikaner managen 514 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Aviva
4 von 9

Gleich mehrere britische Konzerne gelten laut FSB als systemrelevant: Aviva, die bis 2002 noch CGNU hießen, gehören zu den fünf größten Erstversicherern der Welt. Aviva verfügt über ein Gesamtvermögen von 574 Milliarden Dollar und beschäftigt etwa 30.000 Mitarbeiter weltweit.

(Foto: AFP)
Axa
5 von 9

Die Axa-Gruppe mit Sitz in Paris ist mit 166.000 Mitarbeitern in 64 Ländern der Welt vertreten und knackt mit einem Gesamtvermögen von 1022 Milliarden Dollar die Billionen-Schallmauer. Axa hat mehr als 100 Millionen Kunden und gilt als größter Versicherungskonzern der Welt.

(Foto: AFP)
MetLife
6 von 9

Der US-amerikanische Konzern Metropolitan Life Insurance Company, besser bekannt als MetLife, ist der größte Anbieter von Lebensversicherungen in den USA. Das Unternehmen wurde 1868 gegründet und beschäftigt etwa 70.000 Mitarbeiter. Laut aktuellem Quartalbericht kommen die New Yorker auf 952 Milliarden Dollar unter ihren Fittichen.

(Foto: AP)
Ping An Insurance
7 von 9

Der chinesische Ping An Insurance ist der einzige als systemrelevant erachtete asiatische Versicherer. Ping An wurde 1988 gegründet und ist Hong Kong und Shanghai gelistet. Zu der Holding gehören verschiedene Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor. Die Chinesen verzeichnen ein erfolgreiches Jahr mit starkem Wachstum, gemanagt werden knapp 690 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)

Doch die damit verbundenen Hoffnungen erfüllten sich nicht, so dass die Allianz Bank 2013 nach jahrelangen Verlusten eingestellt wurde. Seitdem beschränkte sich die OLB wieder auf ihr angestammtes Geschäft als Regionalbank im Nordwesten.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die Allianz bekommt 300 Millionen Euro für ihren OLB-Anteil von 90,2 Prozent; das sind 14,30 Euro je Aktie. Die übrigen Kleinaktionäre sollen ein Übernahmeangebot erhalten. An der Börse wurden OLB-Aktien am Freitag mit 18,30 Euro gehandelt.

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Apollo - Allianz verkauft Oldenburgische Landesbank an Finanzinvestor
    0 Kommentare zu "Apollo : Allianz verkauft Oldenburgische Landesbank an Finanzinvestor"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%