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Rückversicherer Coronakrise und Naturkatastrophen belasten Munich Re

Früher als erwartet hat der Rückversicherer über die Geschäfte im dritten Quartal informiert. Der Gewinn sackte um 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ab.
20.10.2020 Update: 20.10.2020 - 16:55 Uhr Kommentieren
Der Rückversicherer leidet unter überdurchschnittlich hohen Belastungen. Quelle: Reuters
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Der Rückversicherer leidet unter überdurchschnittlich hohen Belastungen.

(Foto: Reuters)

München Die Munich Re kann im dritten Quartal lediglich mit einem Gewinn von rund 200 Millionen Euro rechnen. Das teilte der Versicherer am Dienstag mit. Vor allem Schäden in der Rückversicherung in Zusammenhang mit Covid-19 belasteten demnach das Ergebnis in den Monaten von Juli bis September mit insgesamt rund 800 Millionen Euro, hieß es.

Besonders teuer wurde dabei die Absage oder Verschiebung von Großereignissen. Aber auch andere Bereichen der Sach- und Unfallversicherung sowie die Segmente Leben und Gesundheit waren überdurchschnittlich betroffen.

Daneben kam es auch zu einer Reihe von bedeutenden Schäden, die nicht durch Covid-19 verursacht waren. Darunter fielen im dritten Quartal Naturkatastrophen wie schwere Wirbelstürme und Waldbrände in den USA. Die Hurrikans Hannah, Isaias und Laura sorgten dort für Verwüstungen. Zudem kam es an der Westküste der USA in den Staaten Oregon, Washington und Kalifornien zu schweren Waldbränden.

Unter den sogenannten menschengemachten Schäden führte vor allem die Explosion im Hafen von Beirut zu hohen finanziellen Belastungen. Gut laufen die Geschäfte dagegen weiterhin bei der Düsseldorfer Erstversicherungstochter Ergo.

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    Im vergangenen Jahr erzielte die Munich Re im dritten Quartal einen Gewinn von 865 Millionen Euro. Die genauen Zahlen für die Monate Juli bis September und die ersten neun Monate dieses Jahres will der Versicherer am 5. November präsentieren.

    Noch immer keine Prognose

    Schon im Frühjahr hatte der Rückversicherer seine Prognose für das Gesamtjahr zurückgenommen. Noch Ende Februar bei der Vorlage der Bilanz für das abgelaufene Jahr, in dem die Munich Re 2,7 Milliarden Euro verdient hatte, hatte der Konzern für 2020 einen Gewinn von 2,8 Milliarden Euro prognostiziert.

    2,3 Milliarden Euro sollten dabei aus der Rückversicherung kommen, rund 530 Millionen Euro vom Düsseldorfer Erstversicherer Ergo. Das war jedoch vor Corona. Die Belastungen für die Versicherungsbranche wurden im Laufe der vergangenen Monate immer größer.

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    Bis zum Ausbruch der Pandemie sei die Munich Re auf Kurs gewesen, sagte Konzernchef Joachim Wenning schon im Frühjahr. Weil sich damals bereits außergewöhnliche Belastungen abzeichneten, zog der Dax-Konzern seine Jahresprognose zurück. Seither wurden keine neuen Planzahlen mehr veröffentlicht.

    Eine Tendenz zumindest könnte es womöglich am 5. November mit der Präsentation der Zahlen für das dritte Quartal geben. „Im Herbst müssen wir vielleicht keine Prognose, aber zumindest eine Aussage liefern, wo wir am Jahresende landen werden“, kündigte Wenning vor Kurzem im Handelsblatt-Interview an.

    Wie schwer im Moment Zukunftsaussagen sind, machte er aber auch deutlich. „Die wirtschaftlichen Kosten der Lockdowns im Frühjahr hatten wir nicht auf dem Zettel – einfach weil es solche Lockdowns bislang ja nie gab“, sagte er. Trotzdem hält der Konzern daran fest, den Investoren am 8. Dezember eine neue Mehrjahresstrategie vorzustellen.

    Am Aktienmarkt führte die überraschende Ankündigung der Munich Re am Dienstag sogar zu einem Kursplus von 1,5 Prozent. Die Börsianer hatten mit weit höheren Belastungen in den vergangenen Monaten gerechnet.

    Mehr: Die Prämien der Rückversicherer dürften steigen – die finanziellen Belastungen allerdings auch

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