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RückversichererMünchener Rück tritt bei Öl- und Gas-Projekten auf die Bremse

Zum Schutz des Klimas verschärft der Rückversicherer seine internen Regeln. Neben Öl- und Gas-Projekten sind auch der Ferntransport, die Aufarbeitung von Öl und Ölkraftwerke betroffen. 06.10.2022 - 17:14 Uhr Artikel anhören

Der weltgrößte Rückversicherer will seine Umweltbilanz verbessern.

Foto: dpa

Frankfurt. Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück verschärft im Sinn des Klimaschutzes seine internen Regeln für neue Öl- und Gas-Projekte. Neu erschlossene Öl- und Gas-Felder würden vom 1. April nächsten Jahres weder versichert noch werde die Münchener Rück dort investieren, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Gleiches gelte für den Ferntransport und die Aufbereitung von Öl (Midstream) und für neue Ölkraftwerke, die Ende dieses Jahres noch nicht im Bau oder Betrieb waren.

Vom gleichen Zeitpunkt an werde die Münchener Rück auch keine Aktien oder Wertpapiere von reinen Öl- oder Gaskonzernen mehr kaufen. Von allen börsennotierten Unternehmen, die in der Öl- und Gasbranche aktiv seien, erwarte die Münchener Rück von 2025 an eine klare Strategie, wie sie ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2050 auf Null senken wollten, einschließlich glaubwürdige Zwischenschritte.

Versicherer und Rückversicherer haben zuletzt – auch auf Druck von Investoren und Umweltaktivisten – Schritt für Schritt ihre Haltung zu umwelt- und klimaschädlichen Branchen verschärft, sich dabei aber bisher vor allem auf Kohle konzentriert.

Die Initiative „Insure Our Future“ würdigte den Beschluss der Münchener Rück als „wichtigen Schritt und als klares Signal an Versicherer weltweit, dem Beispiel“ von Unternehmen wie Allianz, Swiss Re und Münchener Rück zu folgen. Regine Richter von der deutschen Organisation Urgewald erklärte, sie hätte sich mutigere Schritte bei Gas erhofft. Aber wenigstens habe die Münchener Rück begonnen, nun ihre eigenen Warnungen vor einem Klimawandel ernst zu nehmen.

rtr
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