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EuropawahlFinanzberater rechnen mit stärkerer Regulierung

Europa hat gewählt. Welchen Parteien Finanzberater die Lösung wichtiger Probleme zutrauen, zeigt eine aktuelle Umfrage.Dirk Wohleb 11.06.2024 - 11:21 Uhr
87,5 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Regulierung des Finanzdienstleistungssektors auch unter einem neuen EU-Parlament und einer neuen EU-Kommission weiter zunimmt. Foto: dpa

Köln. Die Europäische Union steht unter Druck wie nie. Das zeigt der Rechtsruck bei den Europawahlen. Die EU ist zum Beispiel nach wie vor weit entfernt von einer Finanzunion. Eine Umfrage unter Finanzberaterinnen und Finanzberatern der Bewertungsplattform WhoFinance zeigt, welcher Partei sie am ehesten zutrauen, die europäische Einigung voranzutreiben.

Die CDU/CSU nennen die Finanzberater mit 61,5 Prozent an erster Stelle, gefolgt von der FDP mit 16,5 Prozent. „Finanzberater unterstützen Kunden bei wesentlichen finanziellen Entscheidungen und kennen ihre Sorgen und Nöte. Die Meinung der Berater ist also ein Spiegel der Kundenmeinung“, sagt Mustafa Behan, Gründer und Geschäftsführer von WhoFinance.

Nicht nur in Deutschland, auch in vielen anderen EU-Mitgliedsländern sorgt das Thema Altersvorsorge für Diskussionen. Grund dafür ist die älter werdende Bevölkerung. Mit dem Eintritt der Babyboomer müssen die aktiven Arbeitnehmer immer mehr Rentner finanzieren. Nur 19 Prozent der befragten Finanzberater glauben, dass die EU positive Impulse setzt für die Altersvorsorge, zum Beispiel durch eine Förderung der privaten Altersvorsorge nach gemeinsamen Grundsätzen. 81 Prozent erwarten keine positiven Impulse.

Von den politischen Parteien trauen 44 Prozent der Finanzberater den Unionsparteien zu, die Altersvorsorge zukunftstauglich zu reformieren, gefolgt von der FDP mit 34 Prozent. Nur 5,7 Prozent glauben, dass die AfD eine Lösung entwickeln kann. Beim Thema Bauen und Wohnen gehen 54 Prozent der Finanzberater davon aus, dass die Unionsparteien am ehesten in der Lage sind, positive Impulse beim Bauen und Wohnen zu setzen. Auch hier liegt die FDP mit 25 Prozent auf dem zweiten Platz.

Geht es um Nachhaltigkeit, nehmen die Grünen eine Spitzenposition ein. Rund 43 Prozent der Finanzberater räumen Bündnis 90/Die Grünen die höchste Kompetenz ein. Beim Thema Künstliche Intelligenz (KI), für viele Experten der zentrale Treiber für den ökonomischen Wandel, nimmt die FDP eine Spitzenposition ein. 51 Prozent der befragten Finanzberater halten die Liberalen bei diesem Thema für besonders kompetent, gefolgt von den Unionsparteien mit 34 Prozent.

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Mit einem rechnen die Finanzberater in jedem Fall: 87,5 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Regulierung des Finanzdienstleistungssektors auch unter einem neuen EU-Parlament und einer neuen EU-Kommission weiter zunimmt.

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