Fed: US-Notenbankchef Powell kündigt Zinssenkung an
Frankfurt. Der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, hat die Märkte auf eine bevorstehende Zinssenkung eingestimmt. „Es ist an der Zeit, die Geldpolitik anzupassen“, sagte Powell in seiner mit Spannung erwarteten Rede beim Notenbankertreffen in Jackson Hole.
Der Fed-Chef stellte klar, dass die Währungshüter ihren Fokus nun stärker auf den schwächelnden Arbeitsmarkt legen werden. „Eine weitere Abkühlung“ des Arbeitsmarktes werde „weder angestrebt noch begrüßt“. Auch das ist ein klarer Hinweis, dass es nach Ansicht der Notenbanker höchste Zeit für Zinssenkungen ist.
Anders als die Europäische Zentralbank und die britische Notenbank hat die Federal Reserve die Zinswende noch nicht begonnen. Analysten und Investoren rechnen fest damit, dass die Fed am 18. September nachziehen wird. Eine Reihe von US-Notenbankern hatte vor der Rede bereits angedeutet, die baldige Zinswende nach unten zu befürworten.
Fed: Wie groß wird der Zinsschritt?
Völlig offen bleibt indes der Umfang der möglichen Zinssenkung. Powell lieferte keinen Hinweis, ob ihm eine kleine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte oder gleich eine große Zinssenkung um einen halben Prozentpunkt vorschwebt. „Die Richtung ist klar“, sagte Powell, blieb ansonsten aber vage: „Der Zeitpunkt und das Tempo der Zinssenkungen werden von den eingehenden Daten, den sich entwickelnden Prognosen und dem Gleichgewicht der Risiken abhängen“.