Geldpolitik: Fed senkt Zinsen – Notenbanker sind uneins über weiteren Kurs
New York. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat am Mittwoch den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt gesenkt und stellte eine Reihe weiterer Zinsschritte in Aussicht. Damit reagiert die Notenbank auf den schwachen US-Arbeitsmarkt.
Die Zinssenkung war von Analysten und Anlegern erwartet worden und ist die erste in diesem Jahr. Der Leitzins liegt nun in der Spanne von 4,0 bis 4,25 Prozent.
Die wirtschaftliche Aktivität habe sich „abgeschwächt“, wie die Fed mitteilte. Auch die „Beschäftigungszuwächse haben sich verlangsamt“, und die Risiken, dass sich die Lage weiter verschlechtert, seien gestiegen. Gleichzeitig verwiesen die Notenbanker darauf, dass die Lage undurchsichtig sei. „Die Unsicherheit über den wirtschaftlichen Ausblick bleibt hoch“, hieß es in der Erklärung.
Nur ein Notenbanker hätte die Zinsen dabei lieber direkt um einen halben Prozentpunkt gesenkt: Stephen Miran, der erst seit Dienstag Teil des Führungsgremiums der Fed ist. Der 42-Jährige war bisher Wirtschaftsberater von Donald Trump und lässt sein Amt im Weißen Haus vorerst ruhen. Die Forderung nach deutlich niedrigeren Zinsen teilt Miran mit dem US-Präsidenten.