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Geldpolitik Jens Weidmann: Neues EZB-Inflationsziel ist „klar und leicht zu verstehen“

Der Bundesbankpräsident hat angesichts des veränderten EZB-Inflationsziels das Primat der Preisstabilität betont. Insgesamt zeigt er sich mit der neuen Strategie zufrieden.
09.07.2021 - 10:15 Uhr 2 Kommentare
Die EZB peilt als Ergebnis ihrer Strategieüberprüfung nun mittelfristig einen Anstieg der Verbraucherpreise im Euro-Raum von zwei Prozent an. Quelle: dpa
Bundesbankchef Jens Weidmann

Die EZB peilt als Ergebnis ihrer Strategieüberprüfung nun mittelfristig einen Anstieg der Verbraucherpreise im Euro-Raum von zwei Prozent an.

(Foto: dpa)

Frankfurt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann zeigt sich mit den Ergebnissen des großen Strategiechecks der Europäischen Zentralbank (EZB) zufrieden. „Die neue Strategie hilft der Geldpolitik, Preisstabilität für die Menschen im Euro-Raum zu sichern“, erklärte Weidmann am Freitag. Eine Inflationsrate von zwei Prozent in der mittleren Frist sei als Ziel klar und leicht zu verstehen. „Wir streben weder niedrigere noch höhere Raten an. Das war mir wichtig,“ so Weidmann.

Die EZB peilt als Ergebnis ihrer Strategieüberprüfung nun mittelfristig einen Anstieg der Verbraucherpreise im Euro-Raum von zwei Prozent an. Das ist eine leichte Erhöhung des Inflationsziels, das bisher auf unter, aber nahe zwei Prozent gelautet hatte. Diese Formulierung war aber in Misskredit geraten, weil sie aus Sicht vieler Experten nahelegt, die EZB wolle eine zu hohe Inflation stärker bekämpfen als eine zu niedrige.

Vorübergehend könne es zu Abweichungen vom Ziel in die eine oder andere Richtung kommen, erklärte Weidmann. „Aber wir machen unsere Geldpolitik nicht von Zielverfehlungen in der Vergangenheit abhängig“, erläuterte er. Die Strategie bleibe nach vorne gerichtet und berücksichtige die neue Herausforderung der effektiven Zinsuntergrenze.

Die EZB hatte zuletzt im Jahr 2003 ihre Strategie überarbeitet. In den jetzigen Prozess, der 18 Monate dauerte, flossen auch Beratungen mit Verbraucherverbänden und Sozialpartnern sowie Bürgerstimmen ein. Die seit 1. November 2019 amtierende EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte die Strategieüberprüfung vorangetrieben. Zum nächsten Mal auf den Prüfstand soll die geldpolitische Strategie im Jahr 2025.

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    Mehr: „Zwei Prozent sind keine Obergrenze“: Das ist die neue Strategie von EZB-Chefin Lagarde.

    • rtr
    • dpa
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    2 Kommentare zu "Geldpolitik: Jens Weidmann: Neues EZB-Inflationsziel ist „klar und leicht zu verstehen“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Keine guten Nachrichten für den deutschen Sparer, jährliche Zinsverluste von etwa 60 MRD € kommt jetzt noch Inflation hinzu. Bleibt es bei 2% ? Befürchtungen sind angebracht.

    • Wir sind weltweit in einem Krieg gegen ein Virus. In Kriegszeiten gelten alte Regeln und Ansichten nichts mehr. Die EZB kann nur eines tun, für Liquidität sorgen, die in Kriegszeiten wichtig ist, das wussten schon die alten Feldherren. Zinserhöhungen wäre Gift für die Wirtschaft oder wachsen etwa Bäume schneller wenn der Diskontsatz steigt ????

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