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Konjunkturbericht US-Notenbank: Wirtschaftswachstum beschleunigt sich etwas

Die Fed stützt die US-Wirtschaft mit monatlichen Anleihekäufen im Volumen von 120 Milliarden Dollar. Ein US-Notenbanker spricht sich für ein Abschmelzen der Käufe aus.
02.06.2021 Update: 02.06.2021 - 23:48 Uhr Kommentieren
Die Federal Reserve greift der US-Wirtschaft unter die Arme. Quelle: AFP
US-Notenbank

Die Federal Reserve greift der US-Wirtschaft unter die Arme.

(Foto: AFP)

Washington Die Wirtschaftserholung in den USA hat sich laut der US-Notenbank Fed fortgesetzt. Die Wirtschaft sei im Zeitraum von Anfang April bis Ende Mai mit einem moderaten Tempo gewachsen, hieß es im am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht (Beige Book). Das Wachstumstempo habe sich im Vergleich zum vorherigen Zeitraum etwas erhöht.

Die Impfungen und die Aufhebung von Corona-Beschränkungen stützten die Wirtschaft. Belastend wirkten sich jedoch Probleme bei den Lieferketten aus. Die befragten Wirtschaftsteilnehmer seien weiterhin optimistisch und rechneten mit einem weiterhin soliden Wachstum.

In ihrem Bericht, der auf den Wirtschaftskontakten der Notenbank aus den Regionen fußt, wies die Fed zudem darauf hin, dass die Preise wahrscheinlich weiter anziehen werden. Die Notenbank achtet bei der Inflation besonders auf die persönlichen Ausgaben der Verbraucher, bei denen Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert werden. Diese Teuerungsrate stieg zuletzt im April um 3,1 Prozent und lag damit über der Zwei-Prozent-Zielmarke der Fed. Die Fed erachtet den Inflationsanstieg aber weiterhin nur als vorübergehend an.

Dagegen hat sich die Lage am US-Arbeitsmarkt zuletzt etwas eingetrübt. Im April entstanden nur 266.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft und damit weit weniger als erwartet worden war. Die Arbeitslosenquote betrug 6,1 Prozent nach 6,0 Prozent im März. In der Virus-Krise waren in den USA Millionen an Jobs verloren gegangen.

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    „Zeit über Abschmelzen der Anleihenkäufe nachzudenken“

    Mit der Erholung der Wirtschaft sollte die US-Notenbank aus Sicht eines ihrer führenden Vertreter über den besten Weg zur Verringerung ihrer umfangreichen Anleihenkäufe nachdenken. Die Notenbank plane, die Leitzinsen lange niedrig zu halten, sagte der Präsident des Fed-Ablegers von Philadelphia, Patrick Harker, am Mittwoch auf einer virtuellen Veranstaltung.

    Aber es könnte Zeit sein, sich zumindest damit zu befassen, darüber nachzudenken, wie sich die monatlichen Anleihekäufe abschmelzen lassen. Die US-Notenbank werde damit aber nicht plötzlich beginnen. „Unser Ziel ist es, langweilig zu sein.“

    Die Veräußerung der Bonds und börsennotierten Fonds, die aus der sogenannten SMCCF (Secondary Market Corporate Credit Facility) stammten, solle „langsam und planmäßig“ erfolgen, teilte die Zentralbank am Mittwoch mit. Die New Yorker Fed, die die Fazilität verwaltet, wolle mehr Details zu den Verkäufen am Donnerstag bekannt geben.

    Ziel dieses Kredit-Vehikels war es, in der Coronakrise für Stabilität und Liquidität an den Finanzmärkten zu sorgen. Die Unternehmen sollten möglichst bequem an frisches Geld gelangen. Die SMCCF wurde kaum genutzt und Ende Dezember 2020 geschlossen. Bis zum Jahresende will die Fed das Portfolio vollständig verkauft haben. Die Fazilität umfasst Kredite im Volumen von knapp 14 Milliarden Dollar.

    Die Federal Reserve greift der von der Coronakrise gebeutelten US-Wirtschaft zur Zeit mit monatlichen Anleihekäufen im Volumen von 120 Milliarden Dollar unter die Arme. Sie will an diesen so lange festhalten, bis erhebliche Fortschritte bei der Preisstabilität und bei der Arbeitslosigkeit erreicht sind.

    Die nächste Zinssitzung der Währungshüter ist Mitte Juni geplant. Dann werden auch neue Projektionen zur Wirtschaftsentwicklung und ein aktualisierter Zinsausblick anstehen. Fed-Vize Fed-Vize Randal Quarles hatte unlängst bereits signalisiert, dass er für Gespräche über das Bond-Programm offen sei.

    Mehr: Dollar vor Euro – die europäische Währung bleibt die Nummer zwei

    • dpa
    • rtr
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