Kryptowährungen: Fed stellt Verfahren für Banken beim Handel mit Stablecoins vor
Die US-Notenbank will das Geschäft von Banken mit Kryptowährungen regulieren.
Foto: ReutersWashington. Die US-Notenbank Fed stellt ihr Aufsichtssystem für das Krypto-Geschäft von Banken mit Stablecoins vor. Kreditgeber müssen künftig eine Unbedenklichkeitsbescheinigung einholen, bevor sie in den Handel mit digitalen Vermögenswerten einsteigen, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben der Zentralbank hervorgeht.
Um die Genehmigung zur erhalten, müssen die Banken demnach ein angemessenes Risikomanagement nachweisen, einschließlich Systemen zur Identifizierung und Überwachung potenzieller Risiken wie Cybersicherheitsbedrohungen und illegale Finanztransaktionen. Die Ankündigungen der Zentralbank untermauern die Krypto-Richtlinien, die sie im Januar veröffentlicht hat.
Der Schritt der Fed folgt auf die Ankündigung des Bezahldienstes PayPal am Montag, seinen eigenen Stablecoin auf den Markt zu bringen – eine Art Kryptowährung, die in der Regel an einen traditionellen Vermögenswert, oft den Dollar, gekoppelt ist.
Frühere Versuche großer Unternehmen, die Dollar-Token auf den Markt zu bringen, stießen bei Finanzaufsichtsbehörden und politischen Entscheidungsträgern auf Widerstand. Die Pläne von Facebook, den Stablecoin Libra 2019 auf den Markt zu bringen, wurden von den Aufsichtsbehörden aufgrund von Bedenken hinsichtlich der globalen Finanzstabilität vereitelt.