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Wirecard-Skandal Bundesbank-Chef fordert „mehr Biss“ bei Bilanzprüfungen

Jens Weidmann fordert nach der Pleite des Zahlungsdienstleisters Wirecard strengere Überprüfungen von Bilanzen. Die Haftung von Prüfern müsste überdacht werden.
27.07.2020 - 03:34 Uhr Kommentieren
Der Präsident der Deutschen Bundesbank fordert Konsequenzen aus dem Wirecard-Skandal. Quelle: dpa
Bundesbankpräsident Jens Weidmann

Der Präsident der Deutschen Bundesbank fordert Konsequenzen aus dem Wirecard-Skandal.

(Foto: dpa)

Berlin Bundesbankpräsident Jens Weidmann fordert mit Blick auf die Wirecard-Affäre Veränderungen bei der Wirtschaftsprüfung. „Wirecard ist ein Skandal, und dem müssen wir künftig wirksamer vorbauen“, sagte Weidmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Man müsse sich ganz genau anschauen, was bei Wirecard passiert sei, um wohlüberlegt die richtigen Schlüsse ziehen zu können. Sicherlich werde es darum gehen, „Regeln und Verfahren vor allem bei Wirtschafts- und Bilanzprüfung mehr Biss zu geben.“

Der inzwischen insolvente Finanzdienstleister Wirecard hatte im Juni dieses Jahres Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Wirecard-Vorstand seit 2015 Scheingewinne auswies. Der Schaden für die kreditgebenden Banken und Investoren könnte sich auf 3,2 Milliarden Euro summieren.

Weidmann sagte den Funke-Zeitungen: „Ehrliche Bilanzen sind für jedes Unternehmen wichtig, egal ob im Finanzsektor oder anderswo. Beispielsweise sollten das Verfahren der Bilanzprüfung und die Aufgaben, Möglichkeiten und Haftung der Wirtschaftsprüfer überdacht werden. So müssten sie etwa in der Lage sein, internationale Verflechtungen des Geschäfts besser zu durchleuchten.“

Mehr: Olaf Scholz will nach dem Wirecard-Skandal die Bankenaufsicht stärken. Die Resonanz auf seine Pläne ist verhalten. Und auch die EU prüft Konsequenzen.

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