Immobilien kaufen: Run auf Immobiliendarlehen: Sparkassenkunden sicherten sich günstige Millionen-Kredite
Wer heute ein neues Haus bauen will, muss deutlich mehr Geld ausgeben als noch vor einem Jahr.
Foto: imago images/blickwinkelMünchen. Die gestiegenen Hypothekenzinsen und höheren Bau- und Materialkosten werden für Immobilienkäufer immer problematischer. Roland Schmautz, Vizechef des bayerischen Sparkassenverbands, sagt: „So mancher Traum ist jetzt nicht mehr realisierbar.“
Wer heute über einen Immobilienkauf nachdenkt, rechnet jetzt mit mehr als doppelt so hohen Kreditzinsen und 25 Prozent höheren Baukosten gegenüber dem Vorjahr. Viele Kunden haben deshalb im ersten Halbjahr reagiert, nachdem bereits im Dezember absehbar war, dass die Zinsen für langfristige Immobiliendarlehen deutlich steigen werden.
Viele Bauwillige haben in den vergangenen Monaten die letzte Phase der im Langfristvergleich günstigen Bauzinsen mitgenommen. Insgesamt 7,7 Milliarden Euro haben die 61 bayerischen Sparkassen im ersten Halbjahr an neuen Darlehen für den privaten Wohnungsbau ausgeliehen. Das sind 600 Millionen Euro oder 8,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Die Kunden hatten dafür einen guten Grund: Waren Immobiliendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung zu besten Zeiten für 0,7 Prozent zu bekommen, so stieg der Zins zuletzt zeitweise auf mehr als drei Prozent. „So etwas haben wir alle noch nicht erlebt“, sagt Schmautz.