Deutscher Immobilienmarkt: Diese Zahlen zeigen, wieso der Markt als riskant gilt
Der deutsche Immobilienmarkt macht einen vergleichsweise großen Anteil an der Gesamtwirtschaft aus.
Foto: IMAGO/Rene TrautDüsseldorf. Die Bauzinsen haben sich vervierfacht, die Immobilienpreise geben bereits leicht nach, Neubauprojekte werden gestoppt: Der Immobilienmarkt befindet sich nicht nur in Deutschland im härtesten Umbruch seit Jahrzehnten.
Vor diesem Hintergrund hat Oxford Economics, eines der weltweit führenden unabhängigen Wirtschaftsberatungsunternehmen, analysiert, wann ein Einbruch auf dem Immobilienmarkt die Gesamtwirtschaft besonders stark nach unten ziehen könnte.
Die Basis dafür war eine Analyse von Risikofaktoren in 22 untersuchten Ländern. Das Ergebnis für Deutschland: Im Vergleich gilt der deutsche Immobilienmarkt als durchaus riskant. Nur Kanada, Taiwan, Finnland und Neuseeland stuft der Autor als krisenanfälliger ein. Oxford Economics hat das Ranking anhand von drei volkswirtschaftlichen Kennzahlen erstellt:
1. Anteil von Wohnungsbau-Investitionen am BIP in der Hochphase des Booms
Je mehr der Immobilienmarkt zur gesamten Wirtschaftsleitung beiträgt, umso eher lässt sich eine Immobilienblase vermuten. Es bedeutet im Umkehrschluss auch, dass das Platzen einer möglichen Blase oder ein moderaterer Einbruch des Immobilienmarkts die gesamte Wirtschaft stärker mit nach unten zieht.
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