Energetische Sanierung: Wie sinnvoll ist eine Wärmepumpe im Altbau wirklich?
500.000 Wärmepumpen sollen ab 2024 jedes Jahr in Deutschland in Betrieb gehen.
Foto: dpaBerlin. 500.000 Wärmepumpen sollen ab 2024 jedes Jahr in Deutschland in Betrieb gehen − fünfmal so viele wie heute sollen im Jahr 2030 laufen: fünf Millionen. Diese Ziele hat Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) ausgegeben. Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, muss sich die neue Technik auch in Altbauten durchsetzen.
Politische Gegner unken: Ohne Kernenergie droht dann der Zusammenbruch der Stromnetze. Ganz falsch ist das nicht, denn der Betrieb von Wärmepumpen kostet Strom − und wenn falsch ausgelegte Anlagen laufen, brauchen sie viel Strom, sind ineffizient und verhageln die Umweltbilanz.
„Bei einem Altbau aus der Gründerzeit mit Stuck an der Fassade und schönen Kastenfenstern ist eine Umrüstung der Heizung auf eine Anlage mit Wärmepumpe schwierig“, sagt Diana Hasler. Die Sorge wegen des Klimawandels und die Notwendigkeit deshalb Energie und Wärme zu sparen seien berechtigt. Und Wärmepumpen könnten eine Hilfe sein, um den CO2-Ausstoß im Gebäudebestand zu senken.
Wärmepumpe: Lässt sich die Heizung im Altbau effizient nutzen?
Aber wirklich effizient sind Wärmepumpen erst bei sanierten Häusern mit überschaubarem Wärmebedarf. Schwieriger wird es bei Baudenkmälern und besonders erhaltenswerten Häusern, deren Erscheinungsbild durch wärmedämmende Maßnahmen leidet: „Wer will schon von Altbauten den Stuck abschlagen und Kunststofffenster einbauen, bis die eigene Stadt nicht mehr wiederzuerkennen ist?“