Ferienhaus kaufen: Wo die Immobilienpreise an der Ostsee jetzt sinken
Die Preise für Ferienhäuser und -wohnungen an der rund 2580 Kilometer langen deutschen Ostseeküste von Flensburg bis Ahlbeck fallen.
Foto: IMAGO/Matthias KochDer Baulärm, der die Badeurlauber am Ostseestrand von Scharbeutz seit Wochen nervt, kommt nicht von einem Grundstück, auf dem eine neue Ferienimmobilie entsteht, sondern vom Wasser: Direkt neben dem Bayside-Hotel wird die neue Seebrücke gebaut. Das dumpfe „Bumm, bumm, bumm“ entsteht beim Rammen der Pfähle in den Meeresgrund. Ferienstimmung kommt da trotz des seit Wochen herrschenden Sommerwetters nicht auf.
Auch Timmendorf – fünf Kilometer südlich von Scharbeutz – bekommt einen neuen, 427 Meter langen futuristischen Rundweg übers Meer. Hier haben die Handwerker aber Sommerpause. Erst nach der Hauptsaison soll es mit dem Bau weitergehen. Die Gespräche in den Strandcafés und Restaurants über die beiden Großprojekte in der Lübecker Bucht werden in diesen Tagen allerdings immer häufiger abgelöst von Diskussionen über die seit Jahren erstmals fallenden Immobilienpreise an der Ostsee.
Denn der Boom ist vorbei: Die Preise für Ferienhäuser und -wohnungen an der rund 2580 Kilometer langen deutschen Ostseeküste von Flensburg bis Ahlbeck fallen. Während der Corona-Pandemie war die Nachfrage nach Ferienimmobilien in den malerischen Küstenstädten und -dörfern sprunghaft gestiegen, im Sommer vergangenen Jahres erreichte sie den Höhepunkt. Von da an ging es bergab. Aber nicht überall.