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FinanzierungNeugeschäft mit Immobilienkrediten bricht um 48 Prozent ein

Laut vdp ist das Geschäft für Immobilienkredite aufgrund steigender Zinsen stark zurückgegangen. Große Einbußen verzeichnet vor allem die Finanzierung von privatem Wohneigentum. 22.05.2023 - 10:12 Uhr Artikel anhören

Gegenüber dem besonders starken Vorjahreszeitraum ist der Bereich der Wohnimmobilienfinanzierung um 49,2 Prozent eingebrochen.

Foto: IMAGO/Jochen Eckel

Berlin. Die großen Immobilienfinanzierer in Deutschland haben nach Branchenangaben zum Jahresauftakt einen kräftigen Dämpfer im Neugeschäft hinnehmen müssen. Die im Verband der Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen Kapitalgeber reichten im ersten Quartal Immobiliendarlehen über 25,6 Milliarden Euro aus.

Das ist im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres ein Minus von 47,8 Prozent, wie der vdp am Montag mitteilte. Allerdings wurde im Auftaktquartal 2022 ein Rekordergebnis erzielt, unter anderem weil in Erwartung steigender Zinsen Geschäfte vorgezogen wurden. Zwar sieht der Vergleich zum letzten Vierteljahr 2022 mit einem Anstieg von 3,2 Prozent besser aus. Die Nachfrage bleibe jedoch weiter auf niedrigem Niveau, so der vdp.

„Die noch nicht abgeschlossene Adjustierung von Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern führt zu wenigen Transaktionen und damit auch zu einem geringen Neugeschäft bei den Immobilienfinanzierern“, resümierte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Im vdp haben sich die führenden Kapitalgeber für den Wohnungs- und Gewerbebau zusammengeschlossen.

Von Kunden der vdp-Mitgliedsinstitute wurden im ersten Quartal dieses Jahres 16,3 Milliarden Euro an Wohnimmobilienkrediten nachgefragt. Das ist gegenüber dem besonders starken Vorjahreszeitraum 49,2 Prozent weniger, aber auch zum Vorquartal noch ein Minus von 4,2 Prozent. Darlehen wurden dabei vor allem für Ein- und Zwei-Familienhäuser (44 Prozent) nachgefragt, gefolgt von Mehrfamilienhäusern (36 Prozent), Eigentumswohnungen (15 Prozent) und Sonstigem wie Bauland (fünf Prozent).

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