Immobilien: Manhattan kämpft gegen den Leerstand
Die Immobilienpreise in der Metropole sind deutlich eingebrochen.
Foto: ReutersNew York. Ist New York jetzt am Ende oder nicht? Über diese Frage streiten sich seit Wochen leidenschaftlich Einwohner, Unternehmer, Investoren und all die, die Amerikas größte Metropole längst verlassen haben.
„New York ist für immer tot“, lautete die provokante Überschrift, mit der der Hedgefonds-Manager James Altucher die Debatte im August angefacht hatte. Die Pandemie habe eine „Todesspirale“ ausgelöst. Büros stünden leer, und ohne die vielen Menschen in Manhattan würden auch Restaurants, Geschäfte und kulturelle Angebote nicht überleben können.
Er spricht aus Erfahrung, denn er ist auch Mitbesitzer eines seit Monaten geschlossenen Comedyclubs. New York habe zwar schon viele Krisen überlebt, „doch diese ist anders“, ist er sich sicher. Das Zusammenleben auf engem Raum sei schließlich zum Gesundheitsrisiko geworden.
Die Wunden sitzen tief. New York war das frühe Epizentrum der Pandemie in den USA. Die Bilder von überfüllten Krankenhäusern und Kühltrucks, die zu Leichenhallen umfunktioniert wurden, gingen um die Welt.
Im Zoom-Zeitalter können nun praktisch alle Geschäftsmeetings online stattfinden. Wer will da noch Tausende Dollar Miete für eine kleine, schlecht isolierte Wohnung bezahlen, wenn er außerhalb für weniger Geld mehr Platz und mehr Lebensqualität bekommen kann?