Immobilien: Schulen statt Büros – Investoren suchen nach Alternativen
München. Unten lernen, oben wohnen – in Frankfurt wurde kürzlich der Grundstein für eine Hybridschule gelegt. Das Gebäude bietet im unteren Bereich bis zu 500 Schülerinnen und Schülern Platz, darüber liegen 134 Mietwohnungen. Realisiert wird der Bau im Stadtteil Bockenheim von der Nassauischen Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft und dem Projektentwickler Instone Real Estate.
Hybridschulen, die eine Schule und andere gemeinschaftliche Nutzungen verbinden, seien in Deutschland noch nicht weit verbreitet, sagt Jens Duffner, Sprecher der Nassauischen Heimstätten. Eine weitere Besonderheit des Projekts: Bauherr und Eigner des Gebäudes ist Nassauische Heimstätte. Die Stadt Frankfurt wird die Schule mieten.
Bildungsimmobilien wie Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen sind zwar ein Nischensegment. Doch eine Grundlagenstudie des Beratungsunternehmens Bulwiengesa sieht das Potenzial, das Segment als zukunftsfähige Assetklasse zu etablieren. Die Branche sucht nach Alternativen, da Finanzierer und Projektentwickler immer noch skeptisch sind, was die Aussichten von Büro- und Einzelhandelsimmobilien angeht.
„Investoren, die einen langfristigen und risikoarmen Anlagehorizont verfolgen, sollten sich mit Bildungsimmobilien befassen“, resümiert auch Benjamin Schrödl, Partner bei der Beratungsgesellschaft PwC Deutschland, in einer im Februar veröffentlichten Studie zu Schulen als Immobilieninvestments.