Immobilien: So passen Fertighäuser und gesundes Bauen zusammen
Anbieter wie Holzhaus Kinskofer bereiten Bauteile in den eigenen Werkstätten vor.
Foto: PRKöln. Die deutsche Fertighausindustrie vermeldete im Oktober dieses Jahres eine für sie frohe Kunde. Die Hersteller hatten 2021 einen neuen Umsatzrekord erwirtschaftet, hieß es vom Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). 3,44 Milliarden Euro Umsatz erzielten die rund 50 Mitgliedsunternehmen im vergangenen Jahr, für 2022 rechnen sie mit einem Anstieg von rund neun Prozent auf 3,75 Milliarden Euro. Angesichts brüchiger Lieferketten, gesunkener Kaufkraft auf Kundenseite und gestiegenen Zinssätzen für Immobilienkredite ist das erstaunlich.
„Zu den wichtigsten Argumenten der Fertighausindustrie bei Bauherren gehören die geprüfte Qualität, Planungssicherheit und Festpreisgarantie der BDF-Unternehmen“, heißt es vom Verband, „sowie Vorteile von Holz-Fertighäusern bei der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, wovon auch das Klima profitiert.“
Als Fertighäuser werden in der Regel Häuser bezeichnet, die zu einem großen Teil in einem Werk vorgefertigt und auf der Baustelle nur noch zusammengesetzt werden müssen. Lange Zeit wurde die Bauweise eher kritisch beäugt. Denn vor allem zwischen den 1950er- und den 1980er-Jahren wurden bei der Produktion solcher Häuser gefährliche Stoffe verwendet – wenn auch ohne böse Absicht.