Immobilien: So unterscheiden sich Immobilienpreise bei Bezirken und Wohnungen
Wohnungsbau in Berlin: Die steigenden Bauzinsen lassen die Preise am Immobilienmarkt sinken. Aber es gibt ein Wohnsegment, das nicht so stark leidet wie die anderen.
Foto: IMAGO/Sabine GudathFrankfurt. Was bei vielen Eigentümern für Verdruss sorgt, freut potenzielle Käufer: Mit den Preisen am deutschen Immobilienmarkt geht es bergab. Seit einigen Monaten befinden sich die Angebotspreise bundesweit grundsätzlich im Abwärtstrend. Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise haben in fast allen deutschen Großstädten nachgegeben, wie Auswertungen der Immobilienportale zeigen. Die Preiskorrektur betrage bereits bis zu zehn Prozent.
Grund dafür sind laut Experten die gestiegenen Hypothekenzinsen. Sie drücken die Kaufnachfrage, was zu geringeren Bewertungen führt. Daher müssen Interessenten derzeit bei ihrer Entscheidung kalkulieren, wie krisenfest die Traumimmobilie gegen einen weiteren Preisrutsch ist. Auch wegen der hohen Finanzierungskosten prüfen Bieter viel grundsätzlicher, ob sich ein Immobilienkauf überhaupt lohnt.
Doch einige Wohnimmobilien erweisen sich trotz Trendwende als wertstabil. Und auch innerhalb der Städte gibt es teils eklatante Unterschiede bei der Entwicklung der Preise. Details dazu liefern Berechnungen des Schweizer Immobilienbewerters Price Hubble, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegen. Im Folgenden die wichtigsten Erkenntnisse.
Immobilienpreise sinken ungleichmäßig
„Aktuell ist die Preiswahrnehmung der Käufer und Verkäufer teilweise noch stark verschoben, und das Bewusstsein für die veränderte Marktlage und damit deutliche Preiskorrekturen nach unten ist noch nicht bei allen angekommen“, sagt Christian Crain, Geschäftsführer von Price Hubble in Deutschland. Das liegt daran, dass Preise für Wohnimmobilien nicht überall gleichermaßen sinken.