Immobilien: Steigen die Preise wieder? Diese Prognose gibt ein großer Makler
Frankfurt. Nach einem mehr als anderthalb Jahre dauernden Preisabschwung steuert der Wohnimmobilienmarkt nach Ansicht eines von Deutschlands größten Maklerhäusern auf eine Erholung zu. „Der Trend am Immobilienmarkt ist dabei, sich zu drehen“, sagt Daniel Ritter, geschäftsführender Gesellschafter des bundesweit aktiven Maklerhauses von Poll Immobilien, dem Handelsblatt. „Ich bin überzeugt, dass wir den Boden praktisch erreicht haben.“
Ritter prognostiziert: „Ich rechne für Wohnimmobilien in Deutschland im Laufe des Jahres mit leicht steigenden Preisen und einer leichten Verknappung des Angebots.“ Deutliche Sprünge erwarte er nicht, wohl aber, dass die Preise langfristig zulegten. „Die Kauflust kehrt seit Anfang des Jahres zurück.“
Die Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland waren 2023 nach Angaben des Statistischen Bundesamts um 8,4 Prozent gefallen – der stärkste Rückgang im Jahresvergleich seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000. Hauptgrund sind kräftig gestiegene Zinsen, die Kredite verteuern. Die Preise für Bestandsimmobilien lagen Ende 2023 im Schnitt 14 Prozent unter dem Höchststand im Frühjahr 2022, wie eine Commerzbank-Studie gerade vorrechnete.