Immobilien: Vonovia-Megadeal: Was der Einstieg von Investor Paul Singer für Anleger bedeuten könnte
Der Gründer und Chef des Hedgefonds Elliott Management ist dafür bekannt, kurz vor oder während einer Fusion größere Aktienpakete des Übernahmekandidaten zu kaufen.
Foto: dpaFrankfurt. Bisher lief alles wie am Schnürchen für Rolf Buch. Sorgsam hatte der Vorstandschef des Dax-Konzerns Vonovia die Ende Mai verkündete Übernahme des Dax-Konkurrenten Deutsche Wohnen vorbereitet. Doch jetzt muss Buch um das fein austarierte Vorhaben vielleicht doch noch zittern. Denn die Megafusion hat nun den Hedgefonds des aktivistischen Investors Paul Singer auf den Plan gerufen. Laut einer Stimmrechtsmitteilung von Donnerstagabend kontrolliert Singer gut drei Prozent der Anteile bei der Deutschen Wohnen
Vonovia und Deutsche Wohnen wollten den Einstieg nicht kommentieren. Doch in der Bochumer Zentrale wird noch gerätselt, welche Motive den Amerikaner treiben. Nach Informationen aus Finanzkreisen hatte Singer vor dem Einstieg nicht das Gespräch mit dem Bieter Vonovia gesucht. Singer und sein Hedgefonds lehnten eine Stellungnahme zu der Transaktion ab.
Doch Elliott ist dafür bekannt, kurz vor oder während einer Übernahme größere Aktienpakete zu kaufen und den Preis mit aggressivem Vorgehen in die Höhe zu treiben. Der Investor sieht offensichtlich bei der Übernahme, die Europas größten Immobilienkonzern schaffen würde, eine lukrative Anlagechance.