Immobilien: Zeiten des exorbitanten Mietwachstums sind vorbei: Wie sich der deutsche Wohnungsmarkt entwickelt
Die bayerische Landeshauptstadt ist Deutschlands teuerste Metropole für Mieter.
Foto: imago images/Ralph PetersFrankfurt. Wer als Mieter vor zehn Jahren 1.000 Euro Miete zahlte, konnte damit meist noch eine recht großzügige Wohnung für die ganze Familie finanzieren, selbst in den deutschen Großstädten. 2021 ist das anders: Nach Jahren stetig steigender Mieten bekommt man für dasselbe Budget häufig nur noch ein Single-Appartement.
So konnte man nach Hochrechnungen des Online-Portals Immowelt 2010 in München für 1.000 Euro im Mittel eine Wohnung von 85 Quadratmetern anmieten, inzwischen sind es nur noch 51 Quadratmeter. So ähnlich ist dies auch auf andere Städte übertragbar.
Die Mieten steigen, das galt jahrzehntelang als unumstößliches Gesetz in der Immobilienbranche. Und führte dazu, dass sich Investitionen in Immobilien nicht nur wegen der Erwartung steigender Immobilienpreise lohnten, sondern auch wegen der laufenden Rendite. Doch die Zeiten des exorbitanten Mietwachstums sind offenbar vorbei.
Nach Beobachtung von vdp Research stiegen die Mieten Ende des vergangenen Jahres in den sieben Metropolen Deutschlands zwar noch – aber nur noch um 1,7 Prozent und damit wesentlich geringer als die Kaufpreise. In Berlin kam das Mietpreiswachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal vollständig zum Erliegen, einzig in der Hansestadt Hamburg ließ sich noch ein relativ starkes Preiswachstum von 4,1 Prozent messen.