Immobilienkonzern: Adler-Gläubiger besorgt über konzerninternem Verkauf von Berliner Immobilien
Am Donnerstagabend hatten die beiden Firmen mitgeteilt, dass die Adler Group die Adler Real Estate komplett übernehmen werde.
Foto: imago images/Achille AbboudBerlin. Die Adler Real Estate AG übernimmt von ihrer luxemburgischen Konzernmutter Adler Group ein Bestandsportfolios von Wohnimmobilien in Berlin. Wie das deutsche Tochterunternehmen am Freitagabend mitteilte, umfasst das Portfolio 1400 Wohneinheiten und hat nach der letzten, vom Immobiliendienstleister CBRE per 31. März 2022 erstellten Bewertung einen Marktwert von 326 Millionen Euro.
Unter Berücksichtigung von Minderheitsanteilen, Finanzverbindlichkeiten sowie latenten Steuern betrage die an die Adler Group zu leistende Gegenleistung rund 275 Millionen Euro. Die Transaktion stehe unter keinem Vorbehalt und werde unverzüglich vollzogen.
Gruppen von Adler-Gläubigern, darunter die Allianz-Sparte Pacific Investment Management Co. und King Street, positionieren sich bereits für den Fall, dass der Konzern oder eine seiner Töchter in Zahlungsschwierigkeiten gerät. Einige Gläubiger haben Bedenken geäußert, dass Verschiebungen von Geldern etwa aus der ARE in andere Teile des Konzerns dazu führen könnten, dass sie im Insolvenzfall eine schlechtere Position bezüglich ihrer Ansprüche hätten.
Der Erwerb werde vor dem Hintergrund der Optimierung der Prozesse und Strukturen innerhalb der Adler Group und ihrer Tochtergesellschaften vollzogen und diene insbesondere dem effektiven Management von Bar- und Vermögensgegenständen der Adler Real Estate, teilte Adler Real Estate weiter mit. Die Adler Group ist mit einem Anteil von 96,72 Prozent Mehrheitsgesellschafterin der Adler Real Estate.