Immobilienmarkt: Projektentwickler Interboden gerät unter Druck
Interboden hat zahlreiche Projekte in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt entwickelt.
Foto: INTERBODEN/HPP Architekten/bloomimagesDüsseldorf. Die schlechten Nachrichten aus der Immobilienbranche reißen nicht ab: Der Projektentwickler Interboden aus Ratingen bei Düsseldorf ist in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Nach Informationen des Handelsblatts sollen Verhandlungen mit einem Investor laufen, auch eine Kapitalspritze der Eigentümerfamilie sei eine Option. Ein Unternehmenssprecher bestätigte, dass es entsprechende Überlegungen gebe.
Die Unternehmensgruppe hat bereits Berater engagiert, die an Problemlösungen arbeiten. Unter anderem wurde die Münchener Unternehmensberatung Wieselhuber & Partner beauftragt. „Um die aktuelle Marktsituation aus erhöhten Baukosten, Lieferengpässen und insbesondere kurzfristig gestiegenen Zinsen im Gesamtkontext zu analysieren und zu bewerten und uns dafür krisensicher aufzustellen, sprechen wir mit ausgewählten Beratern“, sagte der Interboden-Sprecher. Wieselhuber gehöre dazu.
In der Branche herrscht aktuell Krisenstimmung. Die Branche leidet unter einer toxischen Mischung aus massiv steigenden Baukosten und Zinserhöhungen, die die Finanzierung verteuern. Erst vor wenigen Tagen haben einige Unternehmen der Gerchgroup einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Zuvor waren bereits Gesellschaften wie Euroboden in München, die Nürnberger Project Immobilien und die Düsseldorfer Immobilienunternehmen Centrum und Development Partner in die Knie gegangen.