Digitalisierung: Gut 2000 digitale Bauanträge gestellt – es geht langsam voran
Frankfurt. Seit Anfang Mai tragen Beschäftigte in Trier bestenfalls keine Papierakten mit Bauanträgen mehr durchs Rathaus – Bauherren können seitdem ihre Anträge digital einreichen. Die Stadt und der Landkreis Cochem-Zell sind Pilotkommunen für den digitalen Bauantrag in Rheinland-Pfalz.
Das Bundesland ist eins von zehn, das eine von Mecklenburg-Vorpommern entwickelte „Einer-für-Alle-Lösung“ nutzt. Das heißt, das Land hat eine Software entwickelt und stellt sie den übrigen zur Verfügung. Obwohl das Baurecht Ländersache ist, soll so ein möglichst einheitliches Verfahren entstehen.
In den beteiligten Ländern seien mittlerweile 582 der insgesamt 691 Bauaufsichtsbehörden bereit, das Verfahren zu nutzen, sagte Christian Pegel, Digitalisierungsminister in Mecklenburg-Vorpommern. 452 seien bereits an die digitale Baugenehmigung angeschlossen „und werden nun schrittweise in den Produktivbetrieb überführt“.
Mehr als 2000 digitale Bauanträge eingereicht
In den angeschlossenen Behörden sind bisher mehr als 2000 digitale Anträge eingegangen, mit 400 die meisten im Landkreis Nordwestmecklenburg. Zum Vergleich: Deutschlandweit erteilen die Ämter pro Jahr rund 220.000 Baugenehmigungen.
Die Digitalisierung des Bauantrags soll mehrere Vorteile bringen: Sind die Anträge eingereicht, können die Beteiligten parallel daran arbeiten und miteinander kommunizieren. Ziel ist es, neben Papier und Kosten durch eine schnellere Bearbeitung vor allem Zeit zu sparen.