Eigentümergemeinschaften: Verwalter verlangen höhere Honorare
München. Die Verwalter von Wohngebäuden haben mehr Aufgaben zu bewältigen und verlangen darum bei Neuverträgen höhere Honorare, zeigt eine Studie des Center for Real Estate Studies (CRES) in Freiburg. Vor allem gesetzliche Vorgaben für energetische Modernisierungen haben die Verwaltung anspruchsvoller gemacht, ergab die Befragung mehrerer hundert Unternehmen der Wohnungswirtschaft.
Laut der Studie zahlen Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) Verwaltern je nach Größe und Lage des Objekts bei Neuabschlüssen derzeit zwischen 27,37 Euro und 41,65 Euro brutto pro Einheit und Monat. „Bestehende Verträge sind vier bis sechs Euro – abhängig von der Größe der WEG – günstiger“, sagt Studienleiter Marco Wölfle.
Deutlich zugenommen habe die Zahl der Verwalter, die Sonderleistungen abrechnen, sagt Wölfle. Mittlerweile ist bei 98 Prozent der WEG-Verwaltungen die Vergütung außerordentlicher Eigentümerversammlungen üblich, im Vorjahr waren es noch 90 Prozent. 19 von 20 Befragten rechnen die Betreuung baulicher Maßnahmen in der Regel als Sonderleistung ab.
Insbesondere kleinere WEG haben Schwierigkeiten, eine Verwaltung zu finden. Der Trend dürfte sich verstärken: Rund die Hälfte der befragten Firmen gab an, sich von kleineren Objekten zugunsten von größeren trennen zu wollen.