Immobilien kaufen: Zu hohe Kosten und zu wenig Gehalt schrecken ab
Viele Mieter trauen sich den Erwerb des eigenen Hauses finanziell nicht mehr zu.
(Foto: IMAGO/blickwinkel)
Foto: HandelsblattMehr als die Hälfte der Deutschen wohnt zur Miete. Die meisten von ihnen würden sich für ein Eigenheim entscheiden, wenn sie ausreichend Geld zur Verfügung hätten. Danach sieht es bei vielen derzeit aber nicht aus.
Die angespannte Wirtschaftslage, die Inflation und die hohen Kreditzinsen belasten das Budget so sehr, dass 38 Prozent der Immobiliensuchenden ihre Pläne zum Kauf einer Wohnung oder eines Hauses zurückstellen. Dieses Phänomen betrifft Menschen in ländlichen und städtischen Regionen gleichermaßen. Das zeigt eine Umfrage des Immobilienportals meinestadt.de, die Handelsblatt Inside Energie & Immobilien vorab vorliegt.
Haus kaufen: Zu Geringes Gehalt schreckt ab
Für die repräsentative Untersuchung hat das Marktforschungsinstitut Bilendi im Januar 2023 insgesamt 2000 Immobiliensuchende im Alter von 25 bis 74 Jahren befragt. Knapp 42 Prozent der Teilnehmer möchten in den nächsten drei Jahren keine Immobilie kaufen. Vor allem ein niedrigeres Einkommen schreckt vom Immobilienerwerb ab. Von den Befragten mit einem monatlichen Nettoverdienst von bis zu 2000 Euro planen nur 41,7 Prozent einen Immobilienkauf. In bestimmten Berufsgruppen – zum Beispiel im Pflegebereich – nannte mehr als die Hälfte der Befragten das zu geringe Gehalt als Grund gegen einen Immobilienkauf.